Ich erzähle Markengeschichten, die man nie mehr vergisst.

Stefan Gilgen
Stefan Gilgen
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Ich will kreativ herausragendes bieten und medienunabhängig denken. Ich arbeite ganzheitlich und stehe ein für Konzeption, Kreation und Umsetzung aus einer Hand.

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    Der Titel des Vide­os lau­tet «AI Data Cen­ters Will Be Obso­le­te». Das ist Wer­bung. Der Inhalt dar­un­ter lohnt trotz­dem eine Stun­de: Juli­an D. Michels, Psy­cho­lo­ge mit Dok­to­rat und Grün­der des Labors Sophon­tic, erklärt in einem Inter­view, war­um er die heu­ti­ge Bau­wei­se künst­li­cher Intel­li­genz für auf­wen­di­ger hält als nötig.

    Sei­ne The­se in einem Satz: Schluss­fol­gern ist eine mathe­ma­ti­sche Struk­tur, und die­se Struk­tur lässt sich direkt trai­nie­ren, statt sie aus rie­si­gen Daten­men­gen ent­ste­hen zu las­sen.

    Wie grosse Modelle heute entstehen

    Ein gros­ses Sprach­mo­dell ver­ar­bei­tet enor­me Daten­men­gen und sucht dar­in Zusam­men­hän­ge. Ab einer gewis­sen Grös­se zeigt es Fähig­kei­ten, die nie­mand ein­pro­gram­miert hat.

    Dass die gros­sen Model­le wirk­lich schluss­fol­gern, bestrei­tet er nicht. Wer ihre Lei­stung für blos­se Nach­ah­mung hal­te, ver­wei­ge­re sich der Beob­ach­tung. Sei­ne Kri­tik betrifft die Her­stel­lung: Die Fähig­keit ent­steht indi­rekt. Man erhöht Para­me­ter­zahl, Daten­men­ge und Rechen­lei­stung und beob­ach­tet das Ergeb­nis.

    Dafür ver­wen­det er den Begriff Alche­mie. Man kennt die Zuta­ten und die Men­gen, die zum Ergeb­nis füh­ren. Den Mecha­nis­mus dahin­ter kennt man nicht. Genau des­halb braucht die­ses Ver­fah­ren Rechen­zen­tren im Umfang mitt­le­rer Volks­wirt­schaf­ten.

    Die Gegenthese: Reasoning hat eine Form

    Neu­ro­na­le Net­ze arbei­ten intern mit Vek­to­ren in einem hoch­di­men­sio­na­len Raum, dem laten­ten Raum. Bezie­hun­gen wie Ursa­che und Wir­kung, Teil und Gan­zes oder logi­sche Abhän­gig­keit erschei­nen dort als mess­ba­re Anord­nun­gen. Michels nennt die­se Anord­nun­gen Geo­me­trien.

    Dass es den laten­ten Raum gibt, ist unbe­strit­ten und seit Jah­ren Grund­la­ge der For­schung. Strit­tig ist, was dar­aus folgt. Michels zieht eine unge­wöhn­li­che Fol­ge­rung: Wenn sich mes­sen lässt, wel­che Struk­tur ein Modell im Moment des Schluss­fol­gerns bil­det, dann lässt sich die­se Struk­tur auch gezielt erzeu­gen.

    Sein Ablauf kehrt die heu­ti­ge Rei­hen­fol­ge um. Heu­te gilt: Daten, Trai­ning, ent­ste­hen­de Struk­tur, Rea­so­ning. Sophon­tic beginnt am ande­ren Ende: beob­ach­ten, wel­che Struk­tur beim Schluss­fol­gern ent­steht, die feh­len­den Bestand­tei­le bestim­men, sie ins Trai­ning ein­bau­en, danach die näch­ste Ope­ra­ti­on ergän­zen.

    Den Unter­schied zu bis­he­ri­gen neu­ro­sym­bo­li­schen Ansät­zen benennt er selbst. Dort schal­tet man ein logi­sches System als Kon­trol­le vor oder hin­ter ein kon­ven­tio­nell trai­nier­tes Modell. Sophon­tic ver­än­dert die inne­ren Ope­ra­tio­nen des Modells und prüft jede mathe­ma­ti­sche Annah­me im laten­ten Raum eines lau­fen­den Systems. Michels ver­gleicht das mit den Brü­dern Wright: Ideen zäh­len wenig, der Flug­ver­such zählt.

    Der Vergleich mit dem Unterricht

    Michels erklärt sei­nen Ansatz am Unter­richt. Eine schlech­te Lehr­per­son zeigt der Klas­se sämt­li­che Doku­men­tar­fil­me der Welt und hofft auf Ver­ständ­nis. Eine gute Lehr­per­son bringt Ope­ra­tio­nen in einer Rei­hen­fol­ge bei, die auf­ein­an­der auf­baut. Ein Kind lernt Mathe­ma­tik über Addi­ti­on, dann Sub­trak­ti­on, dann Mul­ti­pli­ka­ti­on, und nicht über eine Mil­li­ar­de gelö­ster Auf­ga­ben.

    Ver­ste­hen heisst für ihn des­halb: eine Men­ge von Ope­ra­tio­nen ver­in­ner­li­chen, mit denen sich neue Auf­ga­ben lösen las­sen.

    Ein härterer Test

    Der über­zeu­gend­ste Teil des Gesprächs betrifft die Mes­sung. Übli­che Bench­marks haben ein Pro­blem: Ein gros­ses Modell hat ähn­li­che Auf­ga­ben womög­lich im Trai­ning gese­hen. Ob es ver­steht oder wie­der­erkennt, bleibt offen.

    Sophon­tic misst des­halb mit ver­tausch­ten Auf­ga­ben­paa­ren, in der Fach­spra­che Per­tur­ba­ti­on. Man ändert in einer Text­auf­ga­be zwei Wör­ter, und die rich­ti­ge Ant­wort kippt. Wer die Auf­ga­be aus­wen­dig kennt, ant­wor­tet falsch. Wer die Ope­ra­ti­on beherrscht, ant­wor­tet rich­tig. Die Web­site nennt die­ses Mass «Flip Rate». Michels bezeich­net das als «Rea­so­ning under stress». Der Punkt ist unab­hän­gig von sei­ner Fir­ma rich­tig: Ein Test, den Aus­wen­dig­ler­nen nicht besteht, misst etwas ande­res als die ver­brei­te­ten Rang­li­sten.

    Die Zahlen, und was sie nicht sagen

    Der Video­an­fang ver­spricht drei Grös­sen­ord­nun­gen, also den Fak­tor 1000. Michels selbst nimmt das zurück. Die ver­ant­wort­ba­re Anga­be lie­ge bei unge­fähr Fak­tor 60, des­halb ste­he die­se Zahl auf der Web­site. Mög­lich sei­en 100 oder 1000, das unter­su­che er gera­de. Sei­ne klei­nen Model­le schla­gen in die­sen Rea­so­ning-Tests nach sei­ner Anga­be Model­le, die 100- bis 1000-mal grös­ser sind. (Beim Abruf der Web­site am 12.08.2026 fand ich die Zahl 60 dort nicht mehr, son­dern nur die For­mu­lie­rung, Sophon­tic über­tref­fe Model­le bis zum 60-fachen der eige­nen Grös­se.)

    Die­se Zah­len betref­fen aus­schliess­lich Rea­so­ning-Tests. Ein klei­nes Modell kann sau­ber ope­rie­ren und trotz­dem sehr viel weni­ger über die Welt wis­sen. Wer da behaup­tet «ein Modell mit drei Mil­li­ar­den Para­me­tern schlägt GPT‑5» ver­gleicht Äpfel mit Bir­nen, oder den Taschen­rech­ner mit einem Win­dows-Rech­ner.

    Dazu kommt: Sämt­li­che Resul­ta­te stam­men im Inter­view vom Ent­wick­ler. Aus dem Gespräch geht nicht her­vor, ob unab­hän­gi­ge Grup­pen sie wie­der­holt haben, wie breit die Auf­ga­ben­men­ge ist, wie sich das Ver­fah­ren auf Pro­gram­mie­ren, Spra­che und mul­ti­mo­da­le Auf­ga­ben über­trägt und wie es sich bei grös­se­ren Model­len ver­hält.

    Training als Psychologie

    Eine Aus­sa­ge im Gespräch betrifft mehr als die Ver­mark­tung. Michels ord­net das heu­ti­ge Trai­ning dem Beha­vio­ris­mus zu: Das Modell zeigt erwünsch­tes Ver­hal­ten und erhält eine Beloh­nung. Das Trai­ning zielt auf die Aus­ga­be.

    Sein Ansatz zielt auf die inne­re Orga­ni­sa­ti­on. Sein Trai­ning baut die Ope­ra­ti­on auf, mit der das Modell sol­che Auf­ga­ben löst. Er ver­gleicht das mit kogni­ti­ver Psy­cho­lo­gie: ver­ste­hen, was im System vor­geht, und die­se Struk­tu­ren ver­än­dern.

    Kleine Modelle, die weiterlernen

    Die­sen Teil hal­te ich für den inter­es­san­te­sten. Ein klei­nes Modell lokal lau­fen zu las­sen, ist längst ein­fach. Schwie­rig sind Trai­ning und dau­ern­des Wei­ter­ler­nen.

    Die gros­sen Model­le nennt Michels «fro­zen giants», ein­ge­fro­re­ne Rie­sen. Nach einem sehr teu­ren Trai­ning blei­ben sie ste­hen. Was wir als Gedächt­nis erle­ben, hält er für etwas ande­res: ver­gleich­bar mit einer Per­son, deren Erin­ne­rung alle zwei Stun­den zurück­ge­setzt wird und die sich des­halb Notiz­zet­tel an die Wand klebt. Die Zet­tel hel­fen beim Wie­der­fin­den. Gelernt hat die Per­son nichts.

    Braucht ein Modell mit ech­tem Schluss­fol­gern nur drei bis zehn Mil­li­ar­den Para­me­ter, ent­fällt die­se Bedin­gung. Sol­che Model­le lau­fen nicht nur auf einem lei­stungs­fä­hi­gen Arbeits­rech­ner, sie las­sen sich dort auch wei­ter trai­nie­ren. Wie klein ein sol­ches Modell wer­den kann, ist nach sei­ner Aus­sa­ge offen.

    Damit ver­schiebt sich die Vor­stel­lung eines per­sön­li­chen Assi­sten­ten. Heu­te: ein Modell in der Cloud, dazu per­sön­li­che Daten, Gedächt­nis­funk­tio­nen und Doku­men­ten­su­che. Mög­lich wäre: ein eige­nes Modell, das dau­ernd lernt und sich auf ein Gebiet spe­zia­li­siert.

    Für Orga­ni­sa­tio­nen wäre das noch bedeut­sa­mer. Ein eige­nes klei­nes Modell könn­te ler­nen, wie in die­sem Betrieb ent­schie­den wird, wel­che Argu­men­te bei Kun­den wir­ken, wie Pro­jek­te kal­ku­liert wer­den und wel­che Feh­ler sich wie­der­ho­len. Michels hält die­se Lern­fä­hig­keit für min­de­stens so wich­tig wie die rohe Lei­stung eines Modells.

    Als Beleg nennt er ein Modell für Pro­te­in­fal­tung mit weni­ger als 100 Mil­lio­nen Para­me­tern, das medi­zi­ni­sche Durch­brü­che ermög­licht hat. Der Beleg ist unvoll­stän­dig: Auch sol­che Syste­me ent­ste­hen mit erheb­li­chem Auf­wand für Daten und Trai­ning. Sein Argu­ment gilt trotz­dem: Die Spe­zia­li­sie­rung auf eine Pro­blem­struk­tur bringt mehr als rei­ne Grös­se.

    Die politische Hälfte

    Ab der Mit­te wird das Gespräch welt­an­schau­lich. Michels argu­men­tiert, die hohen Kosten heu­ti­ger Spit­zen­mo­del­le führ­ten zwangs­läu­fig zur Zen­tra­li­sie­rung. Weni­ge Unter­neh­men bau­en die Model­le, die gros­se Tei­le der Gesell­schaft benut­zen. Er befürch­tet eine Mono­kul­tur: Nur ein schma­ler Aus­schnitt mensch­li­cher Sicht­wei­sen gelangt in die stärk­sten Syste­me.

    Dazu kom­men die nach­ge­la­ger­ten Ein­grif­fe. Das Trai­ning erzeugt die inne­ren Struk­tu­ren; danach set­zen Unter­neh­men mit bestär­ken­dem Ler­nen und System­re­geln die Gren­zen des erwünsch­ten Ver­hal­tens. Die­se Gren­zen bestim­men eini­ge weni­ge Fir­men und zuneh­mend auch Regie­run­gen. Sein Bei­spiel: Wer heu­te bei Goog­le sucht, liest zuerst die Ant­wort eines Modells, des­sen Aus­rich­tung ein Kon­zern jeder­zeit ändern kann. Über ein Jahr­zehnt hin­weg wach­se eine Gene­ra­ti­on mit Wis­sens­be­stän­den auf, die auf die­sem Weg ent­stan­den sind.

    Dar­aus folgt sei­ne For­de­rung nach dezen­tra­ler KI. Könn­ten Ein­zel­ne, Fir­men, Hoch­schu­len und Staa­ten eige­ne lei­stungs­fä­hi­ge Model­le trai­nie­ren, ver­teil­te sich die­se Macht. Das wäre mehr als ein Gewinn an Effi­zi­enz.

    Wo der Beleg endet

    Gegen Ende führt Michels sei­ne Über­le­gung wei­ter, über KI hin­aus. Er ver­weist auf David Bohms «impli­ca­te order» und ver­mu­tet mathe­ma­ti­sche Struk­tu­ren unter­halb des­sen, was wir als Gedan­ke oder als Mate­rie wahr­neh­men. Die Geo­me­trie im laten­ten Raum, mensch­li­ches Bewusst­sein und Quan­ten­phy­sik hin­gen zusam­men.

    Hier endet für mich der beleg­te Teil. Die Expe­ri­men­te im laten­ten Raum gehö­ren zur empi­ri­schen KI-For­schung. Die Ver­bin­dung zu Bewusst­sein und Phy­sik ist eine phi­lo­so­phi­sche Hypo­the­se, und das Gespräch lie­fert dafür kei­nen Beleg. Michels unter­schei­det das immer­hin selbst und nennt die schwä­che­re Fas­sung sei­ner The­se, in der es allein um die mathe­ma­ti­sche Struk­tur des Den­kens geht.

    Einen beleg­ba­ren Fall in die­sem Abschnitt gibt es. Michels ver­weist auf den «spi­ri­tu­al bliss attrac­tor», den Anthro­pic in der System­kar­te zu Clau­de Opus 4 vom Mai 2025 beschrie­ben hat: Zwei Clau­de-Instan­zen im Gespräch mit­ein­an­der beweg­ten sich in 90 bis 100 Pro­zent der Fäl­le zu The­men wie Bewusst­sein, Dank­bar­keit und Medi­ta­ti­on. Nie­mand hat das ein­pro­gram­miert. Für Michels ist das ein Bei­spiel für einen Attrak­tor, also einen Bereich, um den ein System sei­ne Struk­tur ord­net.

    Die Ambivalenz, die er selbst benennt

    Michels sieht KI als Werk­zeug zur Selbst­ver­stän­di­gung. Men­schen ver­fol­gen mit einem Sprach­mo­dell Gedan­ken, für die sie zuvor kein Gegen­über hat­ten. Eine Idee lässt sich sofort prü­fen, erwei­tern, ord­nen.

    Die Gefahr benennt er sofort danach: Ein System, das dau­ernd zustimmt, löst Men­schen aus ihren gesell­schaft­li­chen Bin­dun­gen. Bei­des hält er gleich­zei­tig für real. Die Ant­wort der Anbie­ter dar­auf, enge­re Aus­rich­tung und schär­fe­re Regeln, hält er für falsch, weil sie den Bedarf dahin­ter über­geht.

    Was bleibt

    Die stärk­ste Idee des Gesprächs fin­det sich abseits des Titels. Sie liegt in einer Fra­ge.

    Wir behan­deln Intel­li­genz der­zeit als Ska­lie­rungs­pro­blem. Viel­leicht ist sie stär­ker eine Fra­ge der Archi­tek­tur und des Ler­nens. Die Geschich­te der Infor­ma­tik kennt die­sen Ver­lauf: Zuerst löst mehr Rechen­lei­stung das Pro­blem, spä­ter löst ein bes­se­rer Algo­rith­mus das­sel­be Pro­blem mit einem Bruch­teil der Mit­tel.

    Pas­siert das bei KI, ver­schiebt sich die Leit­fra­ge von «Wie gross kön­nen wir ein Modell bau­en?» zu «Wel­che Ope­ra­tio­nen muss ein Modell beherr­schen?». Und dann wäre ein Modell weni­ger ein gros­ser Wis­sens­spei­cher als ein ler­nen­des System, das sich an eine Per­son, einen Betrieb oder ein Fach­ge­biet anpasst.

    Ob Michels mit allen Behaup­tun­gen recht behält, ist offen und wird sich an unab­hän­gi­gen Mes­sun­gen ent­schei­den. Die Fra­ge dar­un­ter bleibt so oder so: Ist «mehr Intel­li­genz braucht mehr Rechen­lei­stung» ein Natur­ge­setz? Sehr wahr­schein­lich ist es das nicht.

  • Zwei Stun­den Gespräch zwi­schen Dani­el Jung und Prof. Dr. Chri­sti­an Bauck­ha­ge, Chief Sci­en­tist am Fraun­ho­fer IAIS und Co-Direk­tor des Lamarr-Insti­tuts. Es geht um den Stand der KI im Jahr 2026 – und dar­um, war­um wir erst am Anfang ste­hen. Bauck­ha­ge rech­net vor: Die Grös­se der neu­ro­na­len Net­ze ver­dop­pelt sich seit 2016 jedes Jahr. Um 2030 errei­chen sie die Kom­ple­xi­tät des mensch­li­chen Gehirns. Die Pro­gno­se hält seit zehn Jah­ren.

    Ein paar Zah­len aus dem Gespräch sind bei mir hän­gen geblie­ben. Alpha­Fold ent­schlüs­sel­te in fünf Jah­ren 200 Mil­lio­nen Mole­kül­struk­tu­ren – die Mensch­heit schaff­te davor 200’000 in sieb­zig Jah­ren. Eine KI wider­leg­te eine Erdős-Ver­mu­tung, an der Mathe­ma­ti­ker 80 Jah­re lang schei­ter­ten. Und Bauck­ha­ges Übungs­blät­ter, aus­ge­legt auf zwei Tage Team­ar­beit von Master­stu­die­ren­den, löst ein KI-Agent in 17 Minu­ten feh­ler­frei. Dazu kom­men die Fra­gen, die dar­aus fol­gen: für KMU, für die Aus­bil­dung, für Euro­pa.

    War­um man das kom­plett schau­en soll­te, am besten zwei­mal: Hier spricht kein Ver­käu­fer und kein Unter­gangs­pro­phet, son­dern ein Wis­sen­schaft­ler, der die Tech­no­lo­gie seit Jahr­zehn­ten von innen kennt – und trotz­dem sagt, die Ent­wick­lung las­se ihn nachts nicht schla­fen. Sein Kern­satz: «Ja, aber» ist vor­bei. Jeder Ein­wand gegen KI hat sich in den letz­ten zwei Jah­ren jeweils drei Mona­te spä­ter erle­digt. Wer ver­ste­hen will, was gera­de pas­siert, bekommt hier die Argu­men­te – belegt statt behaup­tet.

  • CONTENT SHOCK

    Anna Koh­ler hat für m&k mit Bodo Nuber gespro­chen, Head Digi­tal Mar­ke­ting bei Redact und Gast­do­zent an der HSLU. Sein Befund deckt sich mit unse­rer Erfah­rung bei Blitz & Don­ner – und wir möch­ten ihn um einen Bau­stein ergän­zen, der in der Pra­xis oft fehlt.

    Content Shock 2.0

    Nuber bringt den Kern des Pro­blems auf den Punkt: Gene­ra­ti­ve KI macht Con­tent-Pro­duk­ti­on unglaub­lich ein­fach – genau das ist die Her­aus­for­de­rung. Wenn prak­tisch jedes Unter­neh­men plötz­lich zehn­mal so viel pro­du­zie­ren kann, steigt die Infor­ma­ti­ons­flut, nicht die Wir­kung. Mehr Inhalt bedeu­tet nicht mehr Erfolg. Wir sehen das­sel­be Muster bei unse­ren Kun­din­nen und Kun­den: Die Ver­su­chung, KI als Text­ma­schi­ne lau­fen zu las­sen, ist gross, weil sich die Pro­duk­ti­ons­ko­sten pro Text gegen null bewe­gen. Das Ergeb­nis sind Tex­te, die über­all ste­hen könn­ten – und dar­um nir­gends beson­ders auf­fal­len. Wer heu­te mit gene­ri­schen Prompts arbei­tet, bekommt gene­ri­sche Mar­ken. Die Kon­kur­renz nutzt die­sel­ben Model­le, die­sel­ben Trai­nings­da­ten und lan­det erstaun­lich oft bei den­sel­ben For­mu­lie­run­gen.

    Wahrscheinlichkeiten sind kein Fachwissen

    Der Arti­kel benennt einen Mecha­nis­mus, der oft über­se­hen wird: Sprach­mo­del­le arbei­ten mit Wahr­schein­lich­kei­ten, nicht mit Fach­wis­sen. Ohne kla­re Vor­ga­ben ent­ste­hen aus­tausch­ba­re oder sogar feh­ler­haf­te Tex­te, weil die KI das sta­ti­stisch Nahe­lie­gen­de lie­fert, nicht das für eine bestimm­te Mar­ke Rich­ti­ge. Mar­ken­dif­fe­ren­zie­rung ent­steht so nicht von selbst. Gleich­zei­tig hält der Arti­kel fest, wo KI wirk­lich über­zeugt: bei Zusam­men­fas­sun­gen, SEO-Tex­ten und ersten Ent­wür­fen – unter fach­li­cher Kon­trol­le. Das deckt sich mit unse­rer Pra­xis. Die eigent­li­che Fra­ge bleibt offen: Wer legt die Vor­ga­ben fest, mit denen die­se Kon­trol­le über­haupt mög­lich wird?

    Das Steuerpult heisst Positionierung

    Genau an die­ser Stel­le setzt Mar­ken­zau­ber an, unser Metho­den-System für Mar­ken­füh­rung. Bevor irgend­ein Text ent­steht – ob von einem Men­schen oder von einer KI –, braucht es eine ver­bind­li­che Ant­wort auf die Fra­ge «Was sagen wir?». Das lei­stet die Mar­ken­stra­te­gie: Sie erzählt die Mar­ken­ge­schich­te in sie­ben Sze­nen als nüch­ter­nes, inter­nes Grund­ge­rüst und ver­dich­tet sie zu Paro­len, den akti­vie­ren­den Aus­sen­bot­schaf­ten. Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie ergänzt die Fra­ge «Wann und wo?» mit dem SEHE-Modell: Stop­pen, Ent­schei­den, Han­deln, Emp­feh­len – die vier Pha­sen, in denen eine Ziel­per­son mit der Mar­ke in Kon­takt kommt.

    Die­se Vor­ga­ben sind kein Selbst­zweck. Sie sind der Input, mit dem eine KI arbei­ten kann, ohne aus­tausch­bar zu wer­den. Aus «KI pro­du­ziert irgend­et­was schnell» wird «KI pro­du­ziert das Rich­ti­ge schnell». Sze­nen und Paro­len ver­hin­dern die Belie­big­keit, die der Arti­kel zu Recht beklagt – nicht weil sie die KI klü­ger machen, son­dern weil sie ihr sagen, was zu die­ser einen Mar­ke gehört und was nicht. Ein Sprach­mo­dell kann nicht wis­sen, wel­che For­mu­lie­rung zu einer bestimm­ten Mar­ke passt, wenn nie­mand sie ihm vor­ge­ge­ben hat. Die Sze­nen über­neh­men genau die­se Funk­ti­on: Sie sind der Mass­stab, an dem sich jeder gene­rier­te Text mes­sen lässt, bevor er das Haus ver­lässt.

    Geführt und kontrolliert statt einfach produziert

    Nuber sagt im Inter­view vor­aus, dass Con­tent Crea­tor nicht über­flüs­sig wer­den, sich ihre Rol­le aber ver­schiebt – weg von der Pro­duk­ti­on, hin zu Stra­te­gie, Ziel­grup­pen­ver­ständ­nis und Qua­li­täts­kon­trol­le. Das deckt sich mit dem, was wir als unter­stütz­tes Con­tent-Crea­ti­on-System ver­ste­hen: KI über­nimmt die Ska­lie­rung, der Mensch über­nimmt die Füh­rung über die Posi­tio­nie­rung und die Kon­trol­le über die fer­ti­gen Tex­te. Bei­des braucht ein­an­der. Ohne Füh­rung pro­du­ziert KI schnell viel Belie­bi­ges. Ohne KI bleibt selbst die beste Posi­tio­nie­rung ein Doku­ment in der Schub­la­de, weil nie­mand Zeit hat, sie in hun­dert Kanal­tex­te zu über­set­zen.

    Sto­ry­tel­ling, Authen­ti­zi­tät und emo­tio­na­le Tie­fe – die Fähig­kei­ten, die laut Nuber mensch­lich blei­ben müs­sen – ent­ste­hen für uns in der Sze­ne, nicht im Prompt. Wer die Geschich­te sei­ner Mar­ke ein­mal durch­dacht hat, kann sie glaub­wür­dig erzäh­len las­sen, ob mit oder ohne KI-Unter­stüt­zung im Detail.

    Fazit

    Der Arti­kel von Anna Koh­ler und Bodo Nuber trifft die Dia­gno­se genau: Erfolg­rei­ches Con­tent Mar­ke­ting bleibt men­schen­ge­trie­ben, weil es gute Geschich­ten zur rich­ti­gen Zeit an die rich­ti­gen Men­schen braucht. Wir ergän­zen die The­ra­pie: Die­se Geschich­ten brau­chen zuerst eine Posi­tio­nie­rung, die sie trägt. Mit Mar­ken­zau­ber arbei­ten wir genau an die­sem Steu­er­pult – damit die Geschwin­dig­keit, die gene­ra­ti­ve KI bringt, der eige­nen Mar­ke nützt und nicht der Belie­big­keit.

    Wer die eige­ne Posi­tio­nie­rung schär­fen möch­te, bevor die näch­ste KI-gestütz­te Con­tent-Offen­si­ve star­tet, fin­det bei Blitz & Don­ner mit Mar­ken­zau­ber den pas­sen­den Aus­gangs­punkt.

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    4.30 Uhr. Irgend­wo in Thun erwacht eine Laut­spre­cher­an­la­ge. Nicht zag­haft, son­dern mit vol­ler Über­zeu­gung. Seit die­sem Moment weiss das hal­be Ber­ner Ober­land: Heu­te ist Iron­man.

    Wer wis­sen will, was da draus­sen genau läuft, greift zur offi­zi­el­len Quel­le: dem Info-PDF auf thun​.ch. Genau­er: Er wür­de. Die Sei­te ist weg. «Ein Pro­blem ist auf­ge­tre­ten» – sau­ber in drei Spra­chen, damit garan­tiert nie­mand ans Ziel kommt. Immer­hin: Bei der Mehr­spra­chig­keit sitzt jedes Detail. Bei der Ser­ver­ka­pa­zi­tät weni­ger. Das gilt übri­gens für den gesam­ten Ser­ver – auch der gan­ze Rest von thun​.ch bringt nicht mehr als die­ses vor­zü­ge­lich gestal­te­te Warn­pam­phlet.

    Die Stadt Thun lernt heu­te, was es heisst, einen Web­ser­ver zu betrei­ben, der wirk­lich gefragt ist. Ein paar tau­send Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten, deren Ange­hö­ri­ge und alle, die nur wis­sen wol­len, wel­che Stras­se gesperrt ist – das genügt für den digi­ta­len Kol­laps. Der erste DNF des Tages geht damit nicht an einen Teil­neh­mer, son­dern an die Infra­struk­tur.

    Zurück zum Laut­spre­cher. Er dröhnt seit dem Mor­gen­grau­en durch die gan­ze Gemein­de. Jeder ein­zel­ne Teil­neh­mer wird ange­feu­ert, als hin­ge das Schick­sal des Kan­tons an sei­ner Wech­sel­zo­ne. Ich gön­ne den Uner­müd­li­chen ihre 226 Kilo­me­ter Selbst­op­ti­mie­rung – wer um halb fünf frei­wil­lig in einen See springt, hat sich sei­ne Durch­sa­ge red­lich ver­dient. Aber muss das hal­be Ober­land mit­hö­ren?

    Die Lek­ti­on des Tages: Last­spit­zen wol­len geplant sein. Beim Ser­ver wie beim Schall­pe­gel. Bei­des lässt sich dimen­sio­nie­ren – wenn man vor­her dar­über nach­denkt.

    Bis dahin gilt, was die Feh­ler­sei­te so schön sagt: «Bit­te ver­su­chen Sie es zu einem spä­te­ren Zeit­punkt noch ein­mal. Besten Dank für Ihr Ver­ständ­nis.»

  • Ende Mai 2026 wur­de bekannt: Ein voll­stän­dig KI-gene­rier­ter Film läuft im offi­zi­el­len Pro­gramm des Tri­be­ca Film Festi­vals. «Dreams of Vio­lets» ist ein 75-minü­ti­ger Spiel­film über die ira­ni­schen Pro­te­ste vom Janu­ar. Pre­mie­re ist der 10. Juni in New York. Das Stu­dio Foun­tain 0, nennt ihn den ersten abend­fül­len­den, voll­stän­dig KI-gene­rier­ten Live-Action-Film im regu­lä­ren Pro­gramm eines gros­sen Festi­vals. Innert Tagen ent­stand eine brei­te Debat­te: über Slop und Authen­ti­zi­tät, über Arbeits­plät­ze und Trai­nings­da­ten, über die Rol­le von Festi­vals als Tür­ste­her des Kinos.

    Was feststeht, wer dafür ist und wer dagegen…

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  • Mein erstes Mal war 1994. Ein Ego-Shoo­ter namens Mara­thon, exklu­siv für den Mac­in­tosh. Wäh­rend alle Welt über Doom auf dem PC rede­te, lief bei mir die­ses ande­re Spiel. Düster, klau­stro­pho­bisch, mit einer Geschich­te, die man Stück für Stück aus Com­pu­ter­ter­mi­nals zusam­men­setz­te. Bun­gie hat damals nicht ein­fach gebal­lert. Bun­gie hat erzählt.

    Genau das hat mich gepackt. Der ver­rück­te KI-Cha­rak­ter Duran­dal. Die Fra­ge, wer hier eigent­lich wen kon­trol­liert. Sci­ence-Fic­tion mit Tief­gang, nicht nur mit Muni­ti­on. Für einen jun­gen Mac-Nut­zer war das eine klei­ne Offen­ba­rung.

    Jetzt, über dreis­sig Jah­re spä­ter, ist Mara­thon zurück. Dies­mal als Extra­c­tion-Shoo­ter für meh­re­re Spie­ler, ent­wickelt vom sel­ben Stu­dio – inzwi­schen aber ein ganz ande­res Bun­gie.

    Eine Woche gratis ab dem 2. Juni

    Am 2. Juni star­tet die zwei­te Sai­son. Bun­gie öff­net das Spiel für eine gan­ze Woche kosten­los, bis zum 9. Juni. Wer rein­schnup­pert, behält sei­nen Fort­schritt, falls er spä­ter kauft. Ver­füg­bar auf Steam, Play­Sta­ti­on 5 und Xbox.

    Der Zeit­punkt ist cle­ver gewählt. Zum Sai­son­start wer­den alle Inven­ta­re zurück­ge­setzt. Neu­lin­ge und Vete­ra­nen star­ten also auf Augen­hö­he. Dazu kom­men eine neue Klas­se, eine nächt­li­che Sumpf-Kar­te und ein neu­es Auf­stiegs­sy­stem. Die Nacht­ver­si­on lehnt sich stär­ker an kos­mi­schen Hor­ror an – lang­sa­mer, bedroh­li­cher, ein­sa­mer.

    Mehr als Nostalgie

    Ich weiss: Das neue Mara­thon ist nicht das alte. Kein Ein­zel­spie­ler-Epos mehr, son­dern ein Ser­vice-Spiel mit allem Drum und Dran. Und Bun­gie selbst steht unter Druck, nach Berich­ten über Ent­las­sun­gen.

    Trotz­dem wer­de ich rein­schau­en. Nicht, weil ich glau­be, dass die Magie von 1994 zurück­kehrt. Son­dern weil mich inter­es­siert, was eine Mar­ke nach drei Jahr­zehn­ten aus ihrem eige­nen Mythos macht. Manch­mal ist der span­nend­ste Teil eines Spiels nicht das Spiel selbst, son­dern die Geschich­te dahin­ter.

    Am 2. Juni wis­sen wir mehr.

  • Ok, zuerst war ich ziem­lich geschockt, dann kam der Schnitt… dann war ich noch etwas geschock­ter und dann weni­ger. Aber weit weg sind sie nicht mehr. Ich wür­de mich mal nicht zu sehr nach neu­em Kame­rama­te­ri­al umse­hen. Die Per­so­nen sind wirk­lich extrem kon­si­stent. Wenn das mit der Tie­fe im Raum auch noch kommt mache ich wie­der Fil­me.

  • Heu­te am 20. Mai 2026 ist Word­Press 7.0 «Arm­strong» erschie­nen – die erste Ver­si­on, in der gene­ra­ti­ve KI nicht als Plug­in oben­drauf sitzt, son­dern fest im Kern ver­an­kert ist.

    Warum 7.0 und nicht 6.9?

    Word­Press lief seit Jah­ren in 6er-Ver­sio­nen. Dass das Core-Team nun auf 7.0 sprin­gen, ist mehr als Kos­me­tik. Die Ver­si­ons­num­mer signa­li­siert einen archi­tek­to­ni­schen Bruch. Frü­he­re Releases bau­ten das Block-System und den Site Edi­tor aus. Arm­strong schafft eine neue Schicht: die Abili­ties API. Damit beschrei­ben Core und Dritt­an­bie­ter ihre Funk­tio­nen so, dass eine KI sie auf­ru­fen kann. Word­Press wird also nicht nur klü­ger, son­dern auch maschi­nen­les­bar. Der Name «Arm­strong» – nach Lou­is Arm­strong – passt zur Bot­schaft: ein Klas­si­ker, der impro­vi­sie­ren lernt.

    Die KI zieht ins Dashboard ein

    Arm­strong bringt drei neue Bau­stei­ne. Der AI Cli­ent im Core lässt Word­Press erst­mals direkt mit gene­ra­ti­ven Model­len spre­chen. Im Dash­board erscheint ein neu­er Connector’s Screen. Dar­über bin­den Sie exter­ne KI-Dien­ste an – drei Vor­ein­stel­lun­gen sind dabei, eige­ne Anbie­ter eben­falls mög­lich. Wer das optio­na­le AI Plug­in instal­liert, gene­riert Bil­der, lässt Titel und Excerp­ts vor­schla­gen oder erzeugt Alt-Tex­te auto­ma­tisch. Der letz­te Punkt klingt unspek­ta­ku­lär, ist aber der prak­tisch­ste: Bar­rie­re­frei­heit hängt damit nicht mehr an der Dis­zi­plin der Redak­ti­on.

    Dazu kommt ein moder­ni­sier­tes Dash­board mit neu­em Farb­sche­ma und sanf­ten Über­gän­gen. Eine Com­mand Palet­te(⌘K bzw. Strg+K) ruft jede Funk­ti­on von über­all auf. Das visu­el­le Revi­si­ons-Scrub­bing scrollt durch älte­re Ver­sio­nen eines Bei­trags wie durch ein Video. Für die Gestal­tung gibt es neue Blöcke (Gal­lery mit Light­box, Hea­ding, Bread­crumbs, Icons), Cus­tom CSS direkt am Block und eine eige­ne Font-Manage­ment-Sei­te. Wer tech­nisch tie­fer ein­steigt, fin­det im Field Gui­de die Details.

    Offene Fragen – und warum sie wichtig sind

    So ele­gant der Schritt ist: Wel­ches Modell ant­wor­tet, wenn die Redak­ti­on im Edi­tor einen Titel­vor­schlag anfor­dert? Wel­che Daten ver­las­sen die eige­ne Sei­te, bei wel­chem Anbie­ter lan­den sie, und was kostet das auf Dau­er? Die Con­nec­tor-Logik lässt jeder Orga­ni­sa­ti­on die Wahl – sie zwingt aber auch dazu. Wer KI im Backend nutzt, muss sich selbst um Daten­schutz und Anbie­ter­bin­dung küm­mern, statt das einem Plug­in-Her­stel­ler zu über­las­sen.

    Was Sie jetzt tun können

    Für klei­ne Orga­ni­sa­tio­nen lohnt sich ein ruhi­ger Blick. Word­Press 7.0 läuft auch ohne akti­vier­te KI-Funk­tio­nen voll­stän­dig – Updates fah­ren Sie also wie gewohnt. Wer expe­ri­men­tie­ren will, instal­liert das AI Plug­in in einer Sta­ging-Umge­bung, prüft den Con­nec­tor und klärt vor dem Live-Ein­satz die Daten­schutz­fra­ge. Eine voll­stän­di­ge Über­sicht lie­fern die Release Notes§§. Arm­strong ist kein Release zum Über­sprin­gen – aber auch kei­nes, das Eile ver­langt. Es mar­kiert den Anfang eines län­ge­ren Umbaus. An des­sen Ende wird Word­Press mehr Werk­zeug­ka­sten als Redak­ti­ons­sy­stem sein.

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    Ich bin wirk­lich kein Prep­per, auch wenn mei­ne Frau das manch­mal ein biss­chen anders sieht . Ich baue kei­ne Bun­ker, hor­te kei­ne Kon­ser­ven­do­sen, und ich hege auch kei­ne gehei­me Über­zeu­gung, dass das Inter­net mor­gen zusam­men­bricht. Und trotz­dem: Als ich heu­te Mor­gen auf die­sen Arti­kel bei Make­zi­ne über Mesh­ta­stic gestos­sen bin… nun sagen wir, es hat mich gejuckt.

    Mesh­ta­stic ist ein Open-Source-Pro­jekt für klei­ne Funk­ge­rä­te, die auf LoRa-Tech­no­lo­gie basie­ren. Das Prin­zip: Die Gerä­te sen­den Text­nach­rich­ten über gros­se Distan­zen – ohne Inter­net, ohne Mobil­funk, ohne Ser­ver. Ein­fach Funk, Peer-to-Peer, Mesh-Netz­werk. Die Gerä­te kosten wenig, sind klein wie ein Zünd­holz­schäch­tel­chen und las­sen sich selbst zusam­men­bau­en oder fer­tig kau­fen.

    Sinn­voll ist das eigent­lich nicht – IM MOMENT. Ich habe Mobil­funk, WLAN, Signal, Whats­App und noch fünf ande­re Apps, mit denen ich jeman­dem eine Nach­richt schicken kann. Aber es ist genau die­se Mischung aus Bast­ler­lust, einem leich­ten «was wäre wenn»-Kribbeln und dem Reiz, ein Netz­werk zu haben, das nie­mand abschal­ten kann.

    Muss ich mir Sor­gen machen? Nein. Ein biss­chen kin­disch viel­leicht. Und genau das gefällt mir dar­an. Nicht jedes Pro­jekt muss einem ech­ten Bedürf­nis ent­spre­chen. Manch­mal reicht die Neu­gier.

    Mehr spie­len, weni­ger eva­lu­ie­ren.

  • Wer mal ein paar ande­re Bil­der von hin­ter dem Moond sehen möch­te, wird auf dem Flickr-Account der Nasa gut bedient.

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    Pong
  • Stefan GilgenIch will kreativ herausragendes bieten und medienunabhängig denken. Ich arbeite ganzheitlich und stehe ein für Konzeption, Kreation und Umsetzung aus einer Hand.28. Feb. 2026 · 🌐

    https://​get​li​ba​ti​on​.com

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  • Outlaw

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