Walkie-Textie: Warum ich ein Gerät kaufen will, das ich nicht brauche

Ich bin wirk­lich kein Prep­per, auch wenn mei­ne Frau das manch­mal ein biss­chen anders sieht . Ich baue kei­ne Bun­ker, hor­te kei­ne Kon­ser­ven­do­sen, und ich hege auch kei­ne gehei­me Über­zeu­gung, dass das Inter­net mor­gen zusam­men­bricht. Und trotz­dem: Als ich heu­te Mor­gen auf die­sen Arti­kel bei Make­zi­ne über Mesh­ta­stic gestos­sen bin… nun sagen wir, es hat mich gejuckt.

Mesh­ta­stic ist ein Open-Source-Pro­jekt für klei­ne Funk­ge­rä­te, die auf LoRa-Tech­no­lo­gie basie­ren. Das Prin­zip: Die Gerä­te sen­den Text­nach­rich­ten über gros­se Distan­zen – ohne Inter­net, ohne Mobil­funk, ohne Ser­ver. Ein­fach Funk, Peer-to-Peer, Mesh-Netz­werk. Die Gerä­te kosten wenig, sind klein wie ein Zünd­holz­schäch­tel­chen und las­sen sich selbst zusam­men­bau­en oder fer­tig kau­fen.

Sinn­voll ist das eigent­lich nicht – IM MOMENT. Ich habe Mobil­funk, WLAN, Signal, Whats­App und noch fünf ande­re Apps, mit denen ich jeman­dem eine Nach­richt schicken kann. Aber es ist genau die­se Mischung aus Bast­ler­lust, einem leich­ten «was wäre wenn»-Kribbeln und dem Reiz, ein Netz­werk zu haben, das nie­mand abschal­ten kann.

Muss ich mir Sor­gen machen? Nein. Ein biss­chen kin­disch viel­leicht. Und genau das gefällt mir dar­an. Nicht jedes Pro­jekt muss einem ech­ten Bedürf­nis ent­spre­chen. Manch­mal reicht die Neu­gier.

Mehr spie­len, weni­ger eva­lu­ie­ren.

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