Marathon kehrt zurück – und ich bin wieder 26

Mein erstes Mal war 1994. Ein Ego-Shoo­ter namens Mara­thon, exklu­siv für den Mac­in­tosh. Wäh­rend alle Welt über Doom auf dem PC rede­te, lief bei mir die­ses ande­re Spiel. Düster, klau­stro­pho­bisch, mit einer Geschich­te, die man Stück für Stück aus Com­pu­ter­ter­mi­nals zusam­men­setz­te. Bun­gie hat damals nicht ein­fach gebal­lert. Bun­gie hat erzählt.

Genau das hat mich gepackt. Der ver­rück­te KI-Cha­rak­ter Duran­dal. Die Fra­ge, wer hier eigent­lich wen kon­trol­liert. Sci­ence-Fic­tion mit Tief­gang, nicht nur mit Muni­ti­on. Für einen jun­gen Mac-Nut­zer war das eine klei­ne Offen­ba­rung.

Jetzt, über dreis­sig Jah­re spä­ter, ist Mara­thon zurück. Dies­mal als Extra­c­tion-Shoo­ter für meh­re­re Spie­ler, ent­wickelt vom sel­ben Stu­dio – inzwi­schen aber ein ganz ande­res Bun­gie.

Eine Woche gratis ab dem 2. Juni

Am 2. Juni star­tet die zwei­te Sai­son. Bun­gie öff­net das Spiel für eine gan­ze Woche kosten­los, bis zum 9. Juni. Wer rein­schnup­pert, behält sei­nen Fort­schritt, falls er spä­ter kauft. Ver­füg­bar auf Steam, Play­Sta­ti­on 5 und Xbox.

Der Zeit­punkt ist cle­ver gewählt. Zum Sai­son­start wer­den alle Inven­ta­re zurück­ge­setzt. Neu­lin­ge und Vete­ra­nen star­ten also auf Augen­hö­he. Dazu kom­men eine neue Klas­se, eine nächt­li­che Sumpf-Kar­te und ein neu­es Auf­stiegs­sy­stem. Die Nacht­ver­si­on lehnt sich stär­ker an kos­mi­schen Hor­ror an – lang­sa­mer, bedroh­li­cher, ein­sa­mer.

Mehr als Nostalgie

Ich weiss: Das neue Mara­thon ist nicht das alte. Kein Ein­zel­spie­ler-Epos mehr, son­dern ein Ser­vice-Spiel mit allem Drum und Dran. Und Bun­gie selbst steht unter Druck, nach Berich­ten über Ent­las­sun­gen.

Trotz­dem wer­de ich rein­schau­en. Nicht, weil ich glau­be, dass die Magie von 1994 zurück­kehrt. Son­dern weil mich inter­es­siert, was eine Mar­ke nach drei Jahr­zehn­ten aus ihrem eige­nen Mythos macht. Manch­mal ist der span­nend­ste Teil eines Spiels nicht das Spiel selbst, son­dern die Geschich­te dahin­ter.

Am 2. Juni wis­sen wir mehr.

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