Ein sprachsatirischer Streifzug durch die Welt des Entgenderns nach Phettberg – ohne Sternchen, Doppelpunkt oder Binnen‑I, dafür mit einem kleinen „y“ und grosser Wirkung.
In dieser Episode sezieren wir mit spitzer Zunge und einem Schuss Wiener Schmäh das „Entgendern nach Phettberg“ – eine 1992 erfundene Methode, die ohne Interpunktionsakrobatik auskommt und stattdessen mit einem simplen „y“ jede Personenbezeichnung in geschmeidiges Neutrum verwandelt: aus dem Kunden wird das Kundy, aus dem Politiker das Politiky, aus der Lehrerin das Lehry. Germanist Thomas Kronschläger hat diese Idee aus der Versenkung geholt, entstaubt und in ein praxistaugliches System verwandelt. Wir sprechen darüber, warum die Y‑Form sowohl inklusiv als auch sprechbar ist, wie sie Gruppen und Rollen neutral benennt, ohne zwanghaft sichtbar zu machen, und weshalb sie gerade für Schweizer Zungen keine Hürden birgt. Ein Muss für alle, die Sprachgerechtigkeit wollen – ohne typografischen Zirkus.
Mehr zum Thema: https://stefangilgen.ch/kampf-den-sternchen-unterstrichen-und-doppelpunkten/




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