KI macht Content einfach – die Positionierung macht ihn richtig

CONTENT SHOCK

Anna Koh­ler hat für m&k mit Bodo Nuber gespro­chen, Head Digi­tal Mar­ke­ting bei Redact und Gast­do­zent an der HSLU. Sein Befund deckt sich mit unse­rer Erfah­rung bei Blitz & Don­ner – und wir möch­ten ihn um einen Bau­stein ergän­zen, der in der Pra­xis oft fehlt.

Content Shock 2.0

Nuber bringt den Kern des Pro­blems auf den Punkt: Gene­ra­ti­ve KI macht Con­tent-Pro­duk­ti­on unglaub­lich ein­fach – genau das ist die Her­aus­for­de­rung. Wenn prak­tisch jedes Unter­neh­men plötz­lich zehn­mal so viel pro­du­zie­ren kann, steigt die Infor­ma­ti­ons­flut, nicht die Wir­kung. Mehr Inhalt bedeu­tet nicht mehr Erfolg. Wir sehen das­sel­be Muster bei unse­ren Kun­din­nen und Kun­den: Die Ver­su­chung, KI als Text­ma­schi­ne lau­fen zu las­sen, ist gross, weil sich die Pro­duk­ti­ons­ko­sten pro Text gegen null bewe­gen. Das Ergeb­nis sind Tex­te, die über­all ste­hen könn­ten – und dar­um nir­gends beson­ders auf­fal­len. Wer heu­te mit gene­ri­schen Prompts arbei­tet, bekommt gene­ri­sche Mar­ken. Die Kon­kur­renz nutzt die­sel­ben Model­le, die­sel­ben Trai­nings­da­ten und lan­det erstaun­lich oft bei den­sel­ben For­mu­lie­run­gen.

Wahrscheinlichkeiten sind kein Fachwissen

Der Arti­kel benennt einen Mecha­nis­mus, der oft über­se­hen wird: Sprach­mo­del­le arbei­ten mit Wahr­schein­lich­kei­ten, nicht mit Fach­wis­sen. Ohne kla­re Vor­ga­ben ent­ste­hen aus­tausch­ba­re oder sogar feh­ler­haf­te Tex­te, weil die KI das sta­ti­stisch Nahe­lie­gen­de lie­fert, nicht das für eine bestimm­te Mar­ke Rich­ti­ge. Mar­ken­dif­fe­ren­zie­rung ent­steht so nicht von selbst. Gleich­zei­tig hält der Arti­kel fest, wo KI wirk­lich über­zeugt: bei Zusam­men­fas­sun­gen, SEO-Tex­ten und ersten Ent­wür­fen – unter fach­li­cher Kon­trol­le. Das deckt sich mit unse­rer Pra­xis. Die eigent­li­che Fra­ge bleibt offen: Wer legt die Vor­ga­ben fest, mit denen die­se Kon­trol­le über­haupt mög­lich wird?

Das Steuerpult heisst Positionierung

Genau an die­ser Stel­le setzt Mar­ken­zau­ber an, unser Metho­den-System für Mar­ken­füh­rung. Bevor irgend­ein Text ent­steht – ob von einem Men­schen oder von einer KI –, braucht es eine ver­bind­li­che Ant­wort auf die Fra­ge «Was sagen wir?». Das lei­stet die Mar­ken­stra­te­gie: Sie erzählt die Mar­ken­ge­schich­te in sie­ben Sze­nen als nüch­ter­nes, inter­nes Grund­ge­rüst und ver­dich­tet sie zu Paro­len, den akti­vie­ren­den Aus­sen­bot­schaf­ten. Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie ergänzt die Fra­ge «Wann und wo?» mit dem SEHE-Modell: Stop­pen, Ent­schei­den, Han­deln, Emp­feh­len – die vier Pha­sen, in denen eine Ziel­per­son mit der Mar­ke in Kon­takt kommt.

Die­se Vor­ga­ben sind kein Selbst­zweck. Sie sind der Input, mit dem eine KI arbei­ten kann, ohne aus­tausch­bar zu wer­den. Aus «KI pro­du­ziert irgend­et­was schnell» wird «KI pro­du­ziert das Rich­ti­ge schnell». Sze­nen und Paro­len ver­hin­dern die Belie­big­keit, die der Arti­kel zu Recht beklagt – nicht weil sie die KI klü­ger machen, son­dern weil sie ihr sagen, was zu die­ser einen Mar­ke gehört und was nicht. Ein Sprach­mo­dell kann nicht wis­sen, wel­che For­mu­lie­rung zu einer bestimm­ten Mar­ke passt, wenn nie­mand sie ihm vor­ge­ge­ben hat. Die Sze­nen über­neh­men genau die­se Funk­ti­on: Sie sind der Mass­stab, an dem sich jeder gene­rier­te Text mes­sen lässt, bevor er das Haus ver­lässt.

Geführt und kontrolliert statt einfach produziert

Nuber sagt im Inter­view vor­aus, dass Con­tent Crea­tor nicht über­flüs­sig wer­den, sich ihre Rol­le aber ver­schiebt – weg von der Pro­duk­ti­on, hin zu Stra­te­gie, Ziel­grup­pen­ver­ständ­nis und Qua­li­täts­kon­trol­le. Das deckt sich mit dem, was wir als unter­stütz­tes Con­tent-Crea­ti­on-System ver­ste­hen: KI über­nimmt die Ska­lie­rung, der Mensch über­nimmt die Füh­rung über die Posi­tio­nie­rung und die Kon­trol­le über die fer­ti­gen Tex­te. Bei­des braucht ein­an­der. Ohne Füh­rung pro­du­ziert KI schnell viel Belie­bi­ges. Ohne KI bleibt selbst die beste Posi­tio­nie­rung ein Doku­ment in der Schub­la­de, weil nie­mand Zeit hat, sie in hun­dert Kanal­tex­te zu über­set­zen.

Sto­ry­tel­ling, Authen­ti­zi­tät und emo­tio­na­le Tie­fe – die Fähig­kei­ten, die laut Nuber mensch­lich blei­ben müs­sen – ent­ste­hen für uns in der Sze­ne, nicht im Prompt. Wer die Geschich­te sei­ner Mar­ke ein­mal durch­dacht hat, kann sie glaub­wür­dig erzäh­len las­sen, ob mit oder ohne KI-Unter­stüt­zung im Detail.

Fazit

Der Arti­kel von Anna Koh­ler und Bodo Nuber trifft die Dia­gno­se genau: Erfolg­rei­ches Con­tent Mar­ke­ting bleibt men­schen­ge­trie­ben, weil es gute Geschich­ten zur rich­ti­gen Zeit an die rich­ti­gen Men­schen braucht. Wir ergän­zen die The­ra­pie: Die­se Geschich­ten brau­chen zuerst eine Posi­tio­nie­rung, die sie trägt. Mit Mar­ken­zau­ber arbei­ten wir genau an die­sem Steu­er­pult – damit die Geschwin­dig­keit, die gene­ra­ti­ve KI bringt, der eige­nen Mar­ke nützt und nicht der Belie­big­keit.

Wer die eige­ne Posi­tio­nie­rung schär­fen möch­te, bevor die näch­ste KI-gestütz­te Con­tent-Offen­si­ve star­tet, fin­det bei Blitz & Don­ner mit Mar­ken­zau­ber den pas­sen­den Aus­gangs­punkt.

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