
Zum Auftakt der Mozartwoche 2026 zeigt der ORF eine neue Inszenierung von Mozarts «Zauberflöte». Am 27. Januar 2026 jährt sich Mozarts Geburtstag zum 270. Mal. Gleichzeitig feiert die Internationale Stiftung Mozarteum ihr 70-jähriges Bestehen.
Regie führt Rolando Villazón, Intendant im Haus für Mozart. Er verbindet historische Aufführungspraxis mit einer heutigen Bildsprache. Er kleistert die Oper nicht mit gigantischer Show zu. Keine Dauerreize, keine Effekte um der Effekte willen. Gerade das macht die Inszenierung sehenswert. Man sieht die Geschichte und hört die Musik, statt ständig auf den nächsten Trick zu warten.
Dazu passt, dass das Libretto verständlich bleibt. Man folgt Tamino als Suchendem, Pamina zwischen Liebe und Erkenntnis und Papageno als erdigem Gegenpol. Auf der anderen Seite stehen Königin der Nacht und Sarastro: Dunkelheit gegen Licht, Macht gegen Weisheit. Eine zusätzliche Bühnenfigur setzt einen Akzent: Mozart selbst tritt auf und kommentiert spielerisch den eigenen Schaffensprozess.
Musikalisch trägt das Mozarteumorchester Salzburg den Abend unter der Leitung von Roberto González-Monjas. Das Solistenensemble ist prominent besetzt, unter anderem mit Kathryn Lewek, Franz-Josef Selig, Emily Pogorelc und Magnus Dietrich.
Diese «Zauberflöte» will nichts neu erfinden. Sie zeigt, wie stark das Stück ist, wenn man es ernst nimmt und klar erzählt. Wer Oper mag, bekommt Substanz. Wer selten Oper schaut, findet einen guten Einstieg, weil Text und Geschichte verständlich bleiben.




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