Externe Influencer gelten als wichtige Hebel im Destinationsmarketing – doch eine neue Studie zeigt: Nicht die Person wirkt, sondern die Botschaft. Das eröffnet ganz neue Perspektiven für die Eigenproduktion von Content.
Was Influencer wirklich bewirken – und was nicht
Destinationen investieren stark in Social-Media-Influencer – oft ohne klare Vorstellung davon, wie genau diese Inhalte wirken. Eine aktuelle Studie von Pourazad et al. (2025) zeigt nun konkret auf, was Influencer-Content für Reiseentscheidungen wirklich effektiv macht.
Die Rolle von Information und Überzeugungskraft
Die Studie untersuchte die Wirkung simulierter Instagram-Posts entlang der gesamten Customer Journey (Pre-Purchase, Purchase, Post-Purchase) auf australische Konsumenten. Zentrales Ergebnis: Informative und persuasive Inhalte beeinflussen die Destinationswahl erheblich. Entscheidend ist also nicht die persönliche Identifikation mit dem Influencer, sondern die Qualität der Informationen und deren überzeugende Vermittlung.
Warum Identifikation mit Influencern überschätzt wird
Die reine Identifikation mit dem Influencer spielt eine eher untergeordnete Rolle. Entscheidend ist, dass die Inhalte dem Publikum klaren Mehrwert bieten – etwa durch nützliche Informationen und überzeugende Argumente für eine Destination.

Destinationen brauchen keine Stars, sondern Strategien
Was heisst das nun für das Destinationsmarketing? Die Erkenntnisse legen nahe, dass Destinationen nicht zwingend auf externe Influencer setzen müssen. Wenn persönliche Identifikation weniger entscheidend ist, können Destinationen genauso gut eigene Kunstfiguren oder Schauspieler einsetzen, die exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und optimal kontrolliert werden können. Dies eröffnet grosse Chancen: Die Destination behält die volle Kontrolle über die Qualität und Konsistenz der Botschaften.
Eigene Influencer statt externe Abhängigkeiten
Plattformen wie Instagram bleiben wichtig – aber Destinationen können und sollten sie bewusst selbst bespielen, mit sorgfältig aufgebauten, glaubwürdigen und informativen Inhalten. Wer diesen Weg geht, reduziert Abhängigkeiten, steigert die Qualität der Inhalte und optimiert die Wirksamkeit der eigenen Marketingstrategie.
Weniger Glamour, mehr Wirkung
Kurz gesagt: Die Zukunft liegt möglicherweise nicht bei externen Influencern, sondern bei strategisch aufgebauten, eigenen Content-Influencern.





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