
SwissPass feiert Jubiläum. Zehn Jahre. Ein Grund zur Freude – den man sich mit einem Newsletter und einem KI-generierten Bild ziert. Torte, rote Kerzen, eingebettete Karte mit Passfoto, gehalten von zwei Händen. Nett gemeint. Leider nicht so toll gemacht.
Die Torte kippt perspektivisch fast vom Bild, die Hände wirken wie aus einer Grafik-Übung im ersten Semester, das Licht ist falsch, Tiefe fehlt, Stimmung auch. Alles zusammen ergibt ein Bild, das eher Unbehagen auslöst als Begeisterung.
Man könnte drüber lachen. Oder man schaut genauer hin.
Technik ersetzt keine Haltung
Dieses Bild ist kein Einzelfall. Es steht für ein Problem, das grösser wird: Die Idee, dass der Einsatz eines Tools – hier: KI – genügt, um Kommunikation zu machen. Aber ein Tool ist kein Konzept. Kein Stil. Keine Idee. Und schon gar kein Geschmack.
Wer kommuniziert, braucht mehr als die Fähigkeit, einen Prompt zu schreiben. Man braucht Stil. Ein Gespür für Form und Aussage. Man muss bewusst tun, was man tut.
Markenkommunikation ist Verantwortung
Ich arbeite selbst mit KI. Ich sehe ihr Potenzial. Aber gerade deshalb weiss ich: Wer mit Bildern kommuniziert, trägt Verantwortung. Gegenüber dem Inhalt. Der Marke. Dem Publikum. Und wenn die Umsetzung schwach ist, schadet sie – der Glaubwürdigkeit, dem Vertrauen, der Wirkung.
Ein schlechter Text ist ärgerlich. Ein schlechtes Bild brennt sich ein.




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