CMS: Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?

Heu­te hat uns ein lang­jäh­ri­ger Kun­de mit­ge­teilt, dass sie nun end­lich den idea­len Part­ner für ihre neue Web­sei­te gefun­den hät­ten. Begrün­dung: CMS! Über Inhal­te, Sty­ling, Mar­ken- und Bran­chen­be­dürf­nis­se haben wir noch nicht ein­mal gere­det, Haupt­sa­che CMS.

Es ist schon erstaun­lich, wel­che Blü­ten der neu­er Web­boom so treibt. In den letz­ten 6 Mona­ten sind mir min­de­stens 6 Ã‚«Offert-Briefings» auf den Tisch geflat­tert, die sich lasen wie die zusam­men kopier­ten Hand­bü­cher von 5 Con­tent Manage­ment Syste­men. Selbst­ver­ständ­lich aus jedem der 5 nur das Beste. Von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zie­len und Mar­ke­ting­zie­len kein Wort, ein­fach CMS, den Rest kann ja dann die Sekre­tä­rin machen — dafür sind doch die­se «CMSses» schliess­lich da.

An die­ser Stel­le sei erwähnt, dass wir sehr wohl in der Lage sind, Inter­net­auf­trit­te MIT CMS (Typo3) zu pro­du­zie­ren. Es gab in den let­zen 5 Jah­ren sogar einen Fall, bei denen auch uns ein CMS sinn­voll erschien. In 98% aller Fäl­le ist ein CMS aber wirk­lich wie der Ein­satz von Flak-Kano­nen für die Enten­jagd.

Aus­nah­men

Wenn die mei­sten der fol­gen­den Bedin­gun­gen erfüllt sind, dann scheint jeweils auch uns ein CMS die rich­ti­ge Lösung zu sein.

1. Mehr als 5 Per­so­nen im Unter­neh­men:

a) sind in der Lage gute Tex­te zu schrei­ben
b) haben genug Zeit um monat­lich min­de­stens einen sinn­vol­len Inhalt zu pro­du­zie­ren
c) dür­fen Inhal­te ohne Frei­ga­be durch eine ande­re Stel­le ver­öf­fent­li­chen

2. Die Web­sei­te:

a) erfor­dert regel­mäs­si­ge Änderungen an der Menü­struk­tur
b) ist mit maxi­mal 5 (resp. Anzahl Seiten/10) Vor­la­gen zu bewäl­ti­gen
c) umfasst mehr als 50 Sei­ten und wird in ver­schie­de­nen Berei­chen regel­mäs­sig erwei­tert

3. Es ist kein Pro­blem, dass zusätz­li­che Kosten anfal­len:

a) wenn gele­gent­lich Updates instal­liert wer­den müs­sen (gilt auch bei Open Source Lösun­gen)
b) Für jede Aus­nah­me im Lay­out ein neu­es Tem­p­la­te erstellt wer­den muss

In allen ande­ren Fäl­len ist ein Web-Edi­tor wesent­lich gün­sti­ger, fle­xi­bler und schnel­ler. Denn, wer ein CMS bewirt­schaf­ten kann, ist auch in der Lage zum Bei­spiel Dream­wea­ver zu benut­zen.

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