Ich erzähle Markengeschichten, die man nie mehr vergisst.

Stefan Gilgen
Stefan Gilgen
@sgi@stefangilgen.ch

Ich will kreativ herausragendes bieten und medienunabhängig denken. Ich arbeite ganzheitlich und stehe ein für Konzeption, Kreation und Umsetzung aus einer Hand.

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Das hier ist mein persönliches Social Media. Hier kann ich posten, was ich will, wann ich will und für wen ich will. Meine Posts siehst du wahrscheinlich nicht auf Facebook, TikTok oder Insta – dafür bin ich zu wenig sexy, blond und jung. Ich kann dir aber genauso penetrant auf den Geist gehen wie all diese Kanäle auch.

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  • CONTENT SHOCK — —  —  —  — - KI MACHT CONTENT PRODUKTION VIEL EINFACHER!

    Anna Koh­ler hat für m&k mit Bodo Nuber gespro­chen, Head Digi­tal Mar­ke­ting bei Redact und Gast­do­zent an der HSLU. Sein Befund deckt sich mit unse­rer Erfah­rung bei Blitz & Don­ner – und wir möch­ten ihn um einen Bau­stein ergän­zen, der in der Pra­xis oft fehlt.

    Content Shock 2.0

    Nuber bringt den Kern des Pro­blems auf den Punkt: Gene­ra­ti­ve KI macht Con­tent-Pro­duk­ti­on unglaub­lich ein­fach – genau das ist die Her­aus­for­de­rung. Wenn prak­tisch jedes Unter­neh­men plötz­lich zehn­mal so viel pro­du­zie­ren kann, steigt die Infor­ma­ti­ons­flut, nicht die Wir­kung. Mehr Inhalt bedeu­tet nicht mehr Erfolg. Wir sehen das­sel­be Muster bei unse­ren Kun­din­nen und Kun­den: Die Ver­su­chung, KI als Text­ma­schi­ne lau­fen zu las­sen, ist gross, weil sich die Pro­duk­ti­ons­ko­sten pro Text gegen null bewe­gen. Das Ergeb­nis sind Tex­te, die über­all ste­hen könn­ten – und dar­um nir­gends beson­ders auf­fal­len. Wer heu­te mit gene­ri­schen Prompts arbei­tet, bekommt gene­ri­sche Mar­ken. Die Kon­kur­renz nutzt die­sel­ben Model­le, die­sel­ben Trai­nings­da­ten und lan­det erstaun­lich oft bei den­sel­ben For­mu­lie­run­gen.

    Wahrscheinlichkeiten sind kein Fachwissen

    Der Arti­kel benennt einen Mecha­nis­mus, der oft über­se­hen wird: Sprach­mo­del­le arbei­ten mit Wahr­schein­lich­kei­ten, nicht mit Fach­wis­sen. Ohne kla­re Vor­ga­ben ent­ste­hen aus­tausch­ba­re oder sogar feh­ler­haf­te Tex­te, weil die KI das sta­ti­stisch Nahe­lie­gen­de lie­fert, nicht das für eine bestimm­te Mar­ke Rich­ti­ge. Mar­ken­dif­fe­ren­zie­rung ent­steht so nicht von selbst. Gleich­zei­tig hält der Arti­kel fest, wo KI wirk­lich über­zeugt: bei Zusam­men­fas­sun­gen, SEO-Tex­ten und ersten Ent­wür­fen – unter fach­li­cher Kon­trol­le. Das deckt sich mit unse­rer Pra­xis. Die eigent­li­che Fra­ge bleibt offen: Wer legt die Vor­ga­ben fest, mit denen die­se Kon­trol­le über­haupt mög­lich wird?

    Das Steuerpult heisst Positionierung

    Genau an die­ser Stel­le setzt Mar­ken­zau­ber an, unser Metho­den-System für Mar­ken­füh­rung. Bevor irgend­ein Text ent­steht – ob von einem Men­schen oder von einer KI –, braucht es eine ver­bind­li­che Ant­wort auf die Fra­ge «Was sagen wir?». Das lei­stet die Mar­ken­stra­te­gie: Sie beschreibt in den Weg­punk­ten die sie­ben Sta­tio­nen der Mar­ken­ge­schich­te als nüch­ter­nes, inter­nes Grund­ge­rüst und ver­dich­tet sie zu Paro­len, den akti­vie­ren­den Aus­sen­bot­schaf­ten. Die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gie ergänzt die Fra­ge «Wann und wo?» mit dem SEHE-Modell: Stop­pen, Ent­schei­den, Han­deln, Emp­feh­len – die vier Pha­sen, in denen eine Ziel­per­son mit der Mar­ke in Kon­takt kommt.

    Die­se Vor­ga­ben sind kein Selbst­zweck. Sie sind der Input, mit dem eine KI arbei­ten kann, ohne aus­tausch­bar zu wer­den. Aus «KI pro­du­ziert irgend­et­was schnell» wird «KI pro­du­ziert das Rich­ti­ge schnell». Weg­punk­te und Paro­len ver­hin­dern die Belie­big­keit, die der Arti­kel zu Recht beklagt – nicht weil sie die KI klü­ger machen, son­dern weil sie ihr sagen, was zu die­ser einen Mar­ke gehört und was nicht. Ein Sprach­mo­dell kann nicht wis­sen, wel­che For­mu­lie­rung zu einer bestimm­ten Mar­ke passt, wenn nie­mand sie ihm vor­ge­ge­ben hat. Die Weg­punk­te über­neh­men genau die­se Funk­ti­on: Sie sind der Mass­stab, an dem sich jeder gene­rier­te Text mes­sen lässt, bevor er das Haus ver­lässt.

    Geführt und kontrolliert statt einfach produziert

    Nuber sagt im Inter­view vor­aus, dass Con­tent Crea­tor nicht über­flüs­sig wer­den, sich ihre Rol­le aber ver­schiebt – weg von der Pro­duk­ti­on, hin zu Stra­te­gie, Ziel­grup­pen­ver­ständ­nis und Qua­li­täts­kon­trol­le. Das deckt sich mit dem, was wir als unter­stütz­tes Con­tent-Crea­ti­on-System ver­ste­hen: KI über­nimmt die Ska­lie­rung, der Mensch über­nimmt die Füh­rung über die Posi­tio­nie­rung und die Kon­trol­le über die fer­ti­gen Tex­te. Bei­des braucht ein­an­der. Ohne Füh­rung pro­du­ziert KI schnell viel Belie­bi­ges. Ohne KI bleibt selbst die beste Posi­tio­nie­rung ein Doku­ment in der Schub­la­de, weil nie­mand Zeit hat, sie in hun­dert Kanal­tex­te zu über­set­zen.

    Sto­ry­tel­ling, Authen­ti­zi­tät und emo­tio­na­le Tie­fe – die Fähig­kei­ten, die laut Nuber mensch­lich blei­ben müs­sen – ent­ste­hen für uns am Weg­punkt, nicht am Prompt. Wer die Geschich­te sei­ner Mar­ke ein­mal durch­dacht hat, kann sie glaub­wür­dig erzäh­len las­sen, ob mit oder ohne KI-Unter­stüt­zung im Detail.

    Fazit

    Der Arti­kel von Anna Koh­ler und Bodo Nuber trifft die Dia­gno­se genau: Erfolg­rei­ches Con­tent Mar­ke­ting bleibt men­schen­ge­trie­ben, weil es gute Geschich­ten zur rich­ti­gen Zeit an die rich­ti­gen Men­schen braucht. Wir ergän­zen die The­ra­pie: Die­se Geschich­ten brau­chen zuerst eine Posi­tio­nie­rung, die sie trägt. Mit Mar­ken­zau­ber arbei­ten wir genau an die­sem Steu­er­pult – damit die Geschwin­dig­keit, die gene­ra­ti­ve KI bringt, der eige­nen Mar­ke nützt und nicht der Belie­big­keit.

    Wer die eige­ne Posi­tio­nie­rung schär­fen möch­te, bevor die näch­ste KI-gestütz­te Con­tent-Offen­si­ve star­tet, fin­det bei Blitz & Don­ner mit Mar­ken­zau­ber den pas­sen­den Aus­gangs­punkt.

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    4.30 Uhr. Irgend­wo in Thun erwacht eine Laut­spre­cher­an­la­ge. Nicht zag­haft, son­dern mit vol­ler Über­zeu­gung. Seit die­sem Moment weiss das hal­be Ber­ner Ober­land: Heu­te ist Iron­man.

    Wer wis­sen will, was da draus­sen genau läuft, greift zur offi­zi­el­len Quel­le: dem Info-PDF auf thun​.ch. Genau­er: Er wür­de. Die Sei­te ist weg. «Ein Pro­blem ist auf­ge­tre­ten» – sau­ber in drei Spra­chen, damit garan­tiert nie­mand ans Ziel kommt. Immer­hin: Bei der Mehr­spra­chig­keit sitzt jedes Detail. Bei der Ser­ver­ka­pa­zi­tät weni­ger. Das gilt übri­gens für den gesam­ten Ser­ver – auch der gan­ze Rest von thun​.ch bringt nicht mehr als die­ses vor­zü­ge­lich gestal­te­te Warn­pam­phlet.

    Die Stadt Thun lernt heu­te, was es heisst, einen Web­ser­ver zu betrei­ben, der wirk­lich gefragt ist. Ein paar tau­send Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten, deren Ange­hö­ri­ge und alle, die nur wis­sen wol­len, wel­che Stras­se gesperrt ist – das genügt für den digi­ta­len Kol­laps. Der erste DNF des Tages geht damit nicht an einen Teil­neh­mer, son­dern an die Infra­struk­tur.

    Zurück zum Laut­spre­cher. Er dröhnt seit dem Mor­gen­grau­en durch die gan­ze Gemein­de. Jeder ein­zel­ne Teil­neh­mer wird ange­feu­ert, als hin­ge das Schick­sal des Kan­tons an sei­ner Wech­sel­zo­ne. Ich gön­ne den Uner­müd­li­chen ihre 226 Kilo­me­ter Selbst­op­ti­mie­rung – wer um halb fünf frei­wil­lig in einen See springt, hat sich sei­ne Durch­sa­ge red­lich ver­dient. Aber muss das hal­be Ober­land mit­hö­ren?

    Die Lek­ti­on des Tages: Last­spit­zen wol­len geplant sein. Beim Ser­ver wie beim Schall­pe­gel. Bei­des lässt sich dimen­sio­nie­ren – wenn man vor­her dar­über nach­denkt.

    Bis dahin gilt, was die Feh­ler­sei­te so schön sagt: «Bit­te ver­su­chen Sie es zu einem spä­te­ren Zeit­punkt noch ein­mal. Besten Dank für Ihr Ver­ständ­nis.»

  • Ende Mai 2026 wur­de bekannt: Ein voll­stän­dig KI-gene­rier­ter Film läuft im offi­zi­el­len Pro­gramm des Tri­be­ca Film Festi­vals. «Dreams of Vio­lets» ist ein 75-minü­ti­ger Spiel­film über die ira­ni­schen Pro­te­ste vom Janu­ar. Pre­mie­re ist der 10. Juni in New York. Das Stu­dio Foun­tain 0, nennt ihn den ersten abend­fül­len­den, voll­stän­dig KI-gene­rier­ten Live-Action-Film im regu­lä­ren Pro­gramm eines gros­sen Festi­vals. Innert Tagen ent­stand eine brei­te Debat­te: über Slop und Authen­ti­zi­tät, über Arbeits­plät­ze und Trai­nings­da­ten, über die Rol­le von Festi­vals als Tür­ste­her des Kinos.

    Was feststeht, wer dafür ist und wer dagegen…

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  • Mein erstes Mal war 1994. Ein Ego-Shoo­ter namens Mara­thon, exklu­siv für den Mac­in­tosh. Wäh­rend alle Welt über Doom auf dem PC rede­te, lief bei mir die­ses ande­re Spiel. Düster, klau­stro­pho­bisch, mit einer Geschich­te, die man Stück für Stück aus Com­pu­ter­ter­mi­nals zusam­men­setz­te. Bun­gie hat damals nicht ein­fach gebal­lert. Bun­gie hat erzählt.

    Genau das hat mich gepackt. Der ver­rück­te KI-Cha­rak­ter Duran­dal. Die Fra­ge, wer hier eigent­lich wen kon­trol­liert. Sci­ence-Fic­tion mit Tief­gang, nicht nur mit Muni­ti­on. Für einen jun­gen Mac-Nut­zer war das eine klei­ne Offen­ba­rung.

    Jetzt, über dreis­sig Jah­re spä­ter, ist Mara­thon zurück. Dies­mal als Extra­c­tion-Shoo­ter für meh­re­re Spie­ler, ent­wickelt vom sel­ben Stu­dio – inzwi­schen aber ein ganz ande­res Bun­gie.

    Eine Woche gratis ab dem 2. Juni

    Am 2. Juni star­tet die zwei­te Sai­son. Bun­gie öff­net das Spiel für eine gan­ze Woche kosten­los, bis zum 9. Juni. Wer rein­schnup­pert, behält sei­nen Fort­schritt, falls er spä­ter kauft. Ver­füg­bar auf Steam, Play­Sta­ti­on 5 und Xbox.

    Der Zeit­punkt ist cle­ver gewählt. Zum Sai­son­start wer­den alle Inven­ta­re zurück­ge­setzt. Neu­lin­ge und Vete­ra­nen star­ten also auf Augen­hö­he. Dazu kom­men eine neue Klas­se, eine nächt­li­che Sumpf-Kar­te und ein neu­es Auf­stiegs­sy­stem. Die Nacht­ver­si­on lehnt sich stär­ker an kos­mi­schen Hor­ror an – lang­sa­mer, bedroh­li­cher, ein­sa­mer.

    Mehr als Nostalgie

    Ich weiss: Das neue Mara­thon ist nicht das alte. Kein Ein­zel­spie­ler-Epos mehr, son­dern ein Ser­vice-Spiel mit allem Drum und Dran. Und Bun­gie selbst steht unter Druck, nach Berich­ten über Ent­las­sun­gen.

    Trotz­dem wer­de ich rein­schau­en. Nicht, weil ich glau­be, dass die Magie von 1994 zurück­kehrt. Son­dern weil mich inter­es­siert, was eine Mar­ke nach drei Jahr­zehn­ten aus ihrem eige­nen Mythos macht. Manch­mal ist der span­nend­ste Teil eines Spiels nicht das Spiel selbst, son­dern die Geschich­te dahin­ter.

    Am 2. Juni wis­sen wir mehr.

  • Heu­te am 20. Mai 2026 ist Word­Press 7.0 «Arm­strong» erschie­nen – die erste Ver­si­on, in der gene­ra­ti­ve KI nicht als Plug­in oben­drauf sitzt, son­dern fest im Kern ver­an­kert ist.

    Warum 7.0 und nicht 6.9?

    Word­Press lief seit Jah­ren in 6er-Ver­sio­nen. Dass das Core-Team nun auf 7.0 sprin­gen, ist mehr als Kos­me­tik. Die Ver­si­ons­num­mer signa­li­siert einen archi­tek­to­ni­schen Bruch. Frü­he­re Releases bau­ten das Block-System und den Site Edi­tor aus. Arm­strong schafft eine neue Schicht: die Abili­ties API. Damit beschrei­ben Core und Dritt­an­bie­ter ihre Funk­tio­nen so, dass eine KI sie auf­ru­fen kann. Word­Press wird also nicht nur klü­ger, son­dern auch maschi­nen­les­bar. Der Name «Arm­strong» – nach Lou­is Arm­strong – passt zur Bot­schaft: ein Klas­si­ker, der impro­vi­sie­ren lernt.

    Die KI zieht ins Dashboard ein

    Arm­strong bringt drei neue Bau­stei­ne. Der AI Cli­ent im Core lässt Word­Press erst­mals direkt mit gene­ra­ti­ven Model­len spre­chen. Im Dash­board erscheint ein neu­er Connector’s Screen. Dar­über bin­den Sie exter­ne KI-Dien­ste an – drei Vor­ein­stel­lun­gen sind dabei, eige­ne Anbie­ter eben­falls mög­lich. Wer das optio­na­le AI Plug­in instal­liert, gene­riert Bil­der, lässt Titel und Excerp­ts vor­schla­gen oder erzeugt Alt-Tex­te auto­ma­tisch. Der letz­te Punkt klingt unspek­ta­ku­lär, ist aber der prak­tisch­ste: Bar­rie­re­frei­heit hängt damit nicht mehr an der Dis­zi­plin der Redak­ti­on.

    Dazu kommt ein moder­ni­sier­tes Dash­board mit neu­em Farb­sche­ma und sanf­ten Über­gän­gen. Eine Com­mand Palet­te(⌘K bzw. Strg+K) ruft jede Funk­ti­on von über­all auf. Das visu­el­le Revi­si­ons-Scrub­bing scrollt durch älte­re Ver­sio­nen eines Bei­trags wie durch ein Video. Für die Gestal­tung gibt es neue Blöcke (Gal­lery mit Light­box, Hea­ding, Bread­crumbs, Icons), Cus­tom CSS direkt am Block und eine eige­ne Font-Manage­ment-Sei­te. Wer tech­nisch tie­fer ein­steigt, fin­det im Field Gui­de die Details.

    Offene Fragen – und warum sie wichtig sind

    So ele­gant der Schritt ist: Wel­ches Modell ant­wor­tet, wenn die Redak­ti­on im Edi­tor einen Titel­vor­schlag anfor­dert? Wel­che Daten ver­las­sen die eige­ne Sei­te, bei wel­chem Anbie­ter lan­den sie, und was kostet das auf Dau­er? Die Con­nec­tor-Logik lässt jeder Orga­ni­sa­ti­on die Wahl – sie zwingt aber auch dazu. Wer KI im Backend nutzt, muss sich selbst um Daten­schutz und Anbie­ter­bin­dung küm­mern, statt das einem Plug­in-Her­stel­ler zu über­las­sen.

    Was Sie jetzt tun können

    Für klei­ne Orga­ni­sa­tio­nen lohnt sich ein ruhi­ger Blick. Word­Press 7.0 läuft auch ohne akti­vier­te KI-Funk­tio­nen voll­stän­dig – Updates fah­ren Sie also wie gewohnt. Wer expe­ri­men­tie­ren will, instal­liert das AI Plug­in in einer Sta­ging-Umge­bung, prüft den Con­nec­tor und klärt vor dem Live-Ein­satz die Daten­schutz­fra­ge. Eine voll­stän­di­ge Über­sicht lie­fern die Release Notes§§. Arm­strong ist kein Release zum Über­sprin­gen – aber auch kei­nes, das Eile ver­langt. Es mar­kiert den Anfang eines län­ge­ren Umbaus. An des­sen Ende wird Word­Press mehr Werk­zeug­ka­sten als Redak­ti­ons­sy­stem sein.

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    Ich bin wirk­lich kein Prep­per, auch wenn mei­ne Frau das manch­mal ein biss­chen anders sieht . Ich baue kei­ne Bun­ker, hor­te kei­ne Kon­ser­ven­do­sen, und ich hege auch kei­ne gehei­me Über­zeu­gung, dass das Inter­net mor­gen zusam­men­bricht. Und trotz­dem: Als ich heu­te Mor­gen auf die­sen Arti­kel bei Make­zi­ne über Mesh­ta­stic gestos­sen bin… nun sagen wir, es hat mich gejuckt.

    Mesh­ta­stic ist ein Open-Source-Pro­jekt für klei­ne Funk­ge­rä­te, die auf LoRa-Tech­no­lo­gie basie­ren. Das Prin­zip: Die Gerä­te sen­den Text­nach­rich­ten über gros­se Distan­zen – ohne Inter­net, ohne Mobil­funk, ohne Ser­ver. Ein­fach Funk, Peer-to-Peer, Mesh-Netz­werk. Die Gerä­te kosten wenig, sind klein wie ein Zünd­holz­schäch­tel­chen und las­sen sich selbst zusam­men­bau­en oder fer­tig kau­fen.

    Sinn­voll ist das eigent­lich nicht – IM MOMENT. Ich habe Mobil­funk, WLAN, Signal, Whats­App und noch fünf ande­re Apps, mit denen ich jeman­dem eine Nach­richt schicken kann. Aber es ist genau die­se Mischung aus Bast­ler­lust, einem leich­ten «was wäre wenn»-Kribbeln und dem Reiz, ein Netz­werk zu haben, das nie­mand abschal­ten kann.

    Muss ich mir Sor­gen machen? Nein. Ein biss­chen kin­disch viel­leicht. Und genau das gefällt mir dar­an. Nicht jedes Pro­jekt muss einem ech­ten Bedürf­nis ent­spre­chen. Manch­mal reicht die Neu­gier.

    Mehr spie­len, weni­ger eva­lu­ie­ren.

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    Pong
  • Warum wir dringend mehr Utopien brauchen – und wo man sie findet

    Ich war noch kei­ne zwan­zig, wohn­te im Ber­ner Ober­land, und die Welt dort oben war klein und über­sicht­lich. Was mich damals weit hin­aus­be­för­dert hat, waren kei­ne Rei­sen, kein Geld, kei­ne Kar­rie­re­plä­ne – es waren Bücher. Sci­ence-Fic­tion. Uto­pien. Geschich­ten, die mir zeig­ten, dass die Mensch­heit nicht zwin­gend schei­tern muss, son­dern dass es Wege gibt: ande­re, bes­se­re, fremd­ar­ti­ge – aber mach­ba­re. Die­se Bücher haben mein Den­ken geformt, mei­ne Hal­tung zur Welt, mei­nen Beruf, mein Leben. Das klingt pathe­tisch. Aber es ist trotz­dem wahr.

    Des­halb hat mich ein Inter­view, das heu­te auf Golem erschie­nen ist, so inter­es­siert. Es geht um Karl­heinz Stein­mül­ler, eine der letz­ten leben­den Iko­nen der DDR-Sci­ence-Fic­tion – und um eine Fra­ge, die sich mir schon län­ger stellt: War­um haben wir ver­lernt, von einer bes­se­ren Zukunft zu träu­men?

    Ein unbequemer Zeuge

    Wer war Karl­heinz Stein­mül­ler? Zusam­men mit sei­ner Frau Ange­la schrieb er in der DDR Sci­ence-Fic­tion, die das System immer wie­der tak­tisch umschiff­te – und manch­mal mit ihm arran­gier­te. Ihr Roman Andy­mon, 1982 erschie­nen, wur­de 1989 von ost­deut­schen Lesern zur belieb­te­sten DDR-Sci­ence-Fic­tion-Erzäh­lung gewählt. Drei­ßig Jah­re spä­ter setz­te ihn eine Jury bei Tor-Online auf die Liste der 100 besten Sci-Fi-Bücher aller Zei­ten.

    Ich will das nicht beschö­ni­gen: Stein­mül­ler hat in einem System gear­bei­tet, das Lite­ra­tur als Instru­ment der Ideo­lo­gie ver­stand. Er hat Selbst­zen­sur betrie­ben. Er hat Kom­pro­mis­se gemacht. Im Inter­view spricht er offen dar­über – mit einer Ehr­lich­keit, die mir impo­niert. Er habe lie­ber ein biss­chen revo­luzzt als gar nicht, lie­ber zwi­schen den Zei­len geschrie­ben als geschwie­gen. Wer bin ich, das zu ver­ur­tei­len? Lie­ber jemand, der im Käfig singt und dabei die Stä­be anfeilt, als jemand, der ver­stummt.

    Was aber bleibt, und was zählt, ist sei­ne Hal­tung zur Zukunft. Stein­mül­ler nennt es das posi­ti­ve Men­schen­bild. Die Über­zeu­gung, dass Men­schen in der Lage sind, tole­rant mit­ein­an­der zu leben, Dif­fe­ren­zen zu akzep­tie­ren und soli­da­risch etwas Gemein­sa­mes auf­zu­bau­en. Er will die­ses Bild nicht auf­ge­ben – auch nicht heu­te, wo Auto­kra­ten auf Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler war­ten, die das Träu­men ver­lernt haben und froh sind, wenn jemand ande­res es für sie über­nimmt.

    Das, sagt Stein­mül­ler, sei die eigent­li­che Gefahr.

    Das Dystopie-Loch

    Er hat recht. Und er benennt damit ein Pro­blem, das ich selbst seit Jah­ren beob­ach­te.

    Sci­ence-Fic­tion ist, was ver­filmt und gestreamt wird, was in den Algo­rith­men auf­taucht, was jun­ge Men­schen auf Bild­schir­men sehen, fast aus­schließ­lich dys­to­pisch. The Last of Us. Black Mir­ror. The Hun­ger Games. Fall­out. Sever­ance. Alles gut gemacht, alles sehens­wert – und alle zei­gen eine Zukunft, in der die Mensch­heit geschei­tert ist, schei­tert oder gera­de dabei ist zu schei­tern. Das ist kei­ne Kri­tik an die­sen Wer­ken. Es ist eine Bestands­auf­nah­me des­sen, was Main­stream-SF gera­de domi­niert.

    Das Pro­blem: Wer nur Dys­to­pien kennt, lernt kei­ne Alter­na­ti­ven zu den­ken. Man lernt Angst, man lernt Resi­gna­ti­on, man lernt, die Gegen­wart für das klei­ne­re Übel zu hal­ten. Dys­to­pien sind, wie Stein­mül­ler es for­mu­liert, not­wen­di­ge War­nun­gen – aber aus War­nun­gen allein folgt nicht, was bes­ser gemacht wer­den könn­te.

    Uto­pien hin­ge­gen, und das ist ihre unter­schätz­te Kraft, trai­nie­ren die Vor­stel­lungs­kraft. Sie zei­gen nicht, was kom­men wird. Sie zei­gen, was kom­men könn­te. Das ist ein fun­da­men­ta­ler Unter­schied – der Unter­schied zwi­schen Schick­sal und Ent­schei­dung.

    Stein­mül­ler nennt es Future Liter­a­cy: die Fähig­keit, über­haupt über Zukünf­te nach­zu­den­ken, ihre Mög­lich­kei­ten zu erken­nen und nicht nur ihre Bedro­hun­gen. Wer nie uto­pi­sche Geschich­ten gele­sen, gese­hen oder gespielt hat, ist in die­ser Kom­pe­tenz unter­ent­wickelt. Und das betrifft gera­de jun­ge Men­schen in einem Aus­mass, das mich besorgt.

    Eine Generation ohne Träume?

    Mein Sohn ist Teil der Gene­ra­ti­on Z. Ich beob­ach­te, wie der Zugang zu Sci­ence-Fic­tion für sei­ne Gene­ra­ti­on aus­sieht: Hör­buch-Platt­for­men vol­ler End­zeit­sze­na­ri­en, Strea­ming-Dien­ste mit düste­ren Zukunfts­wel­ten, Kurz­con­tent auf Tik­Tok, der kei­ne Zeit lässt für die lang­sa­me Ent­fal­tung einer ande­ren Welt.

    Lan­ge Tex­te? Kein The­ma. Dicke Roma­ne? Schlech­te Chan­cen. Das ist kei­ne Faul­heit, das ist eine ande­re Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie. Und wer jun­ge Men­schen für SF gewin­nen will, muss die­se Rea­li­tät akzep­tie­ren, bevor er sie ver­än­dern kann.

    Die gute Nach­richt: Es gibt Wege. Mehr als man denkt.

    Zugänge für eine neue Generation

    Ani­me als unter­schätz­tes Tor

    Ani­me ist bei der GenZ längst ange­kom­men – und die japa­ni­sche Ani­ma­ti­ons­kul­tur bie­tet erstaun­lich vie­le uto­pi­sche oder zumin­dest hoff­nungs­vol­le SF-Wel­ten, die im deut­schen Main­stream kaum dis­ku­tiert wer­den.

    Aria the Ani­ma­ti­on spielt auf einem ter­ra­for­mier­ten Mars, in einer Stadt, die Vene­dig nach­emp­fun­den ist. Kei­ne Apo­ka­lyp­se, kein Kampf ums Über­le­ben – son­dern eine Geschich­te über Schön­heit, Ver­lang­sa­mung und die Kunst, im Moment zu sein. Für jeman­den, der von düste­ren Wel­ten müde ist, kann das eine Offen­ba­rung sein.

    Gur­ren Lag­ann ist das Gegen­teil von Resi­gna­ti­on: Eine Geschich­te über zwei Jun­gen, die buch­stäb­lich aus einem Loch in der Erde her­aus­boh­ren und immer wei­ter, immer höher stre­ben – bis zu den Ster­nen. Über­dreht, laut, emo­tio­nal – und von einer mit­reis­sen­den Ener­gie, die an das glaubt, was Men­schen lei­sten kön­nen, wenn sie wol­len.

    Dr. Stone denkt das Schei­tern der Zivi­li­sa­ti­on nicht als Ende, son­dern als Aus­gangs­punkt: Ein wis­sen­schaft­li­ches Genie baut die Mensch­heit mit Wis­sen und Neu­gier Schritt für Schritt neu auf. Weni­ger Dys­to­pie als Labor-Aben­teu­er mit einem durch und durch opti­mi­sti­schen Grund­ton.

    Spie­le als Phi­lo­so­phie-Schu­le

    Video­spie­le sind das Medi­um der GenZ. Und eini­ge der tief­sten SF-Erfah­run­gen der letz­ten Jah­re fan­den auf Bild­schir­men statt, auf denen man selbst han­del­te.

    No Man’s Sky hat eine tur­bu­len­te Geschich­te hin­ter sich, ist heu­te aber eines der medi­ta­tiv­sten SF-Erleb­nis­se über­haupt: ein schier unend­li­ches Uni­ver­sum zum Erkun­den, mit einem grund­sätz­lich opti­mi­sti­schen Bild von dem, was Zivi­li­sa­tio­nen über Jahr­mil­lio­nen auf­bau­en kön­nen. Man kämpft sel­ten. Mei­stens ent­deckt man.

    Mass Effect erzählt von einer Mensch­heit, die – nach einem holp­ri­gen Start – in eine galak­ti­sche Gemein­schaft auf­ge­nom­men wird und lernt, mit frem­den Intel­li­gen­zen zu koope­rie­ren. Der Grund­ton ist uto­pisch: Wir über­le­ben. Wir wach­sen. Wir wer­den Teil von etwas Grös­se­rem.

    Outer Wilds schliess­lich ist in sei­ner Kate­go­rie ein­zig­ar­tig: ein klei­nes Son­nen­sy­stem, eine Zeit­schlei­fe, kei­ne Kämp­fe – nur Neu­gier. Das Spiel belohnt aus­schliess­lich das Nach­den­ken, das Fra­gen, das Ver­ste­hen. Es ist das spie­le­ri­sche Äqui­va­lent zu dem, was gute SF-Lite­ra­tur tut: Es trai­niert die Fähig­keit, die Welt anders zu sehen.

    Für alle, die doch noch lesen

    Wer den Ein­stieg ins uto­pi­sche SF-Lesen sucht, dem emp­feh­le ich zwei Bücher, die bewei­sen, dass Uto­pie nicht naiv sein muss.

    Becky Cham­bers’ The Long Way to a Small, Angry Pla­net zeigt eine Zukunft, in der unter­schied­lich­ste Wesen auf engem Raum mit­ein­an­der aus­kom­men müs­sen – und es irgend­wie hin­be­kom­men. Kei­ne gros­sen Schlach­ten. Kein Unter­gang. Nur das müh­sa­me, wun­der­ba­re Pro­jekt des Zusam­men­le­bens.

    Ursu­la K. Le Guins The Dis­pos­s­es­sed ist älter und anspruchs­vol­ler – aber es ist viel­leicht der klüg­ste Roman über das, was eine Gesell­schaft aus­macht, den ich je gele­sen habe. Eine ambi­ge Uto­pie, wie Stein­mül­ler sie beschrei­ben wür­de: unfer­tig, im Wer­den, vol­ler Wider­sprü­che. Und genau des­halb wahr.

    Träume, die wir selbst träumen müssen

    Stein­mül­ler erzählt im Inter­view von sei­nem Traum­mei­ster: einem Geschich­ten­mann, der Nacht für Nacht die Träu­me einer gan­zen Stadt sen­det. Der Rat der Stadt hat­te eine Richt­schnur für Loth­rech­tes Träu­men – eine Vor­schrift, was geträumt wer­den soll. Der Traum­mei­ster hielt sich nicht dar­an.

    Stein­mül­lers eigent­li­che Bot­schaft aber war nicht die Rebel­li­on des Ein­zel­nen, son­dern etwas Radi­ka­le­res: Am Ende soll jeder sei­nen eige­nen Traum träu­men. Nicht den Traum des Staa­tes, nicht den Traum der Auto­kra­ten, nicht den Traum der KI, die uns die Zukunft erklärt. Den eige­nen.

    Das ist, glau­be ich, das Wert­voll­ste, was Sci­ence-Fic­tion lei­sten kann – nicht als Unter­hal­tung, son­dern als Schu­le des Den­kens: Sie gibt uns Bil­der, Voka­bu­lar und Mut, uns vor­zu­stel­len, was noch nicht ist. Und dann zu fra­gen: War­um eigent­lich nicht?

    Aber viel­leicht schicke ich ihm den Link zu Outer Wilds. Oder wir schau­en zusam­men eine Fol­ge Aria. Oder ich schicke ihm die­ses Inter­view ein­fach kom­men­tar­los – mit der stil­len Hoff­nung, dass er ver­steht, war­um.


    Karl­heinz Stein­mül­ler wur­de 1950 gebo­ren und lebt in Deutsch­land. Das Inter­view mit ihm erschien am 22. Febru­ar 2026 auf Golem​.de, geführt von Tim Rein­bo­th.


    Links & Quellen

    Das Interview

    Anime

    Spiele

    • No Man’s SkySteam / Play­Sta­ti­on / Xbox
    • Mass Effect Legen­da­ry Edi­ti­onSteam
    • Outer WildsSteam / Xbox Game Pass

    Bücher

    • Becky Cham­bers, The Long Way to a Small, Angry Pla­netWiki­pe­dia
    • Ursu­la K. Le Guin, The Dis­pos­s­es­sedPla­net der Habe­nicht­se Wiki­pe­dia

  • In die­ser Key­note legt Gee Ranas­in­ha dar, war­um die Zukunft des Mar­ke­tings in der Psy­cho­lo­gie und nicht in der Tech­no­lo­gie liegt. Er dia­gno­sti­ziert dem moder­nen Mar­ke­ting eine Kri­se: Trotz Rekord­bud­gets sinkt die Wirk­sam­keit, da Bots und Wer­be­blocker domi­nie­ren und die Inhal­te oft gene­risch und aus­tausch­bar sind [01:48].

    Kerninhalte der Präsentation:

    • Psy­cho­lo­gie als Kon­stan­te: Wäh­rend sich Tak­ti­ken und Kanä­le stän­dig ändern, blei­ben die psy­cho­lo­gi­schen Trei­ber des Men­schen über Jahr­tau­sen­de gleich. Mar­keter soll­ten daher ver­ste­hen, wie Kun­den „funk­tio­nie­ren“, anstatt nur Algo­rith­men zu jagen [10:17].
    • System 1 vs. System 2: Unter Beru­fung auf Kon­zep­te der Ver­hal­tens­öko­no­mie erklärt Ranas­in­ha, dass Men­schen Ent­schei­dun­gen pri­mär emo­tio­nal und intui­tiv (System 1) tref­fen und die­se erst spä­ter ratio­nal (System 2) begrün­den [26:06]. Aktu­el­les Mar­ke­ting ist oft zu fak­ten­ori­en­tiert und ver­nach­läs­sigt die emo­tio­na­le Ebe­ne, die für eine lang­fri­sti­ge Mar­ken­erin­ne­rung ent­schei­dend ist [28:07].
    • Wich­ti­ge kogni­ti­ve Ver­zer­run­gen:
      • Framing-Effekt: Die Art, wie Infor­ma­tio­nen prä­sen­tiert wer­den, ver­än­dert die Wahr­neh­mung dra­stisch, selbst wenn der Inhalt fak­tisch gleich bleibt [28:50].
      • Pri­ming: Unbe­wuss­te Rei­ze, wie etwa Hin­ter­grund­mu­sik, kön­nen Kauf­ent­schei­dun­gen mas­siv beein­flus­sen, ohne dass sich die Kun­den des­sen bewusst sind [30:48].
      • Kon­kre­te Spra­che: Bild­haf­te, greif­ba­re Begrif­fe wer­den vier­mal bes­ser erin­nert als abstrak­te Mar­ke­ting­flos­keln wie „inno­va­tiv“ oder „hoch­wer­tig“ [34:24].
      • Peak-End-Regel: Men­schen bewer­ten Erleb­nis­se vor allem nach ihrem inten­siv­sten Moment und ihrem Ende [39:06].
    • Effi­zi­enz vs. Effek­ti­vi­tät: Der Spre­cher warnt davor, Mar­ke­ting nur über Effi­zi­enz­me­tri­ken zu steu­ern. Dies füh­re zu einer „See der Gleich­heit“. Wah­re Effek­ti­vi­tät zie­le auf den maxi­ma­len Erfolg ab, was oft krea­ti­ven Mut und Dif­fe­ren­zie­rung erfor­dert [17:40].

    Fazit

    Mar­ke­ting soll­te den Men­schen wie­der als „füh­len­des Wesen, das denkt“ begrei­fen, statt als rein ratio­na­len Akteur [38:46]. Im abschlie­ßen­den Teil betont Ranas­in­ha zudem den Unter­schied zwi­schen Mani­pu­la­ti­on und legi­ti­mer Beein­flus­sung durch rele­van­te Infor­ma­ti­on [40:50].

    Video: Key­note: The future of mar­ke­ting is psy­cho­lo­gi­cal, not tech­no­lo­gi­cal with Gee Ranas­in­ha

  • Ich arbei­te an unse­rem Mar­ken­zau­ber-Frame­work und habe gevi­be­codet.

    7 Markenzauber - Kognitive Last Test

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    Testen Sie alle 7 Mar­ken­zau­ber auf Ver­ständ­lich­keit

    So funk­tio­niert der Test:

    1. Geben Sie Ihre 7 Mar­ken­zau­ber-Sät­ze ein

    2. Die Sät­ze wer­den in zufäl­li­ger Rei­hen­fol­ge gete­stet

    3. Jeder Satz wird kurz ein­ge­blen­det (200ms pro Wort)

    4. Schrei­ben Sie auf, wor­an Sie sich erin­nern

    5. Am Ende sehen Sie die Gesamt­aus­wer­tung

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    Zum Auf­takt der Mozart­wo­che 2026 zeigt der ORF eine neue Insze­nie­rung von Mozarts «Zau­ber­flö­te». Am 27. Janu­ar 2026 jährt sich Mozarts Geburts­tag zum 270. Mal. Gleich­zei­tig fei­ert die Inter­na­tio­na­le Stif­tung Mozar­te­um ihr 70-jäh­ri­ges Bestehen.

    Regie führt Rolan­do Vil­la­zón, Inten­dant im Haus für Mozart. Er ver­bin­det histo­ri­sche Auf­füh­rungs­pra­xis mit einer heu­ti­gen Bild­spra­che. Er klei­stert die Oper nicht mit gigan­ti­scher Show zu. Kei­ne Dau­er­rei­ze, kei­ne Effek­te um der Effek­te wil­len. Gera­de das macht die Insze­nie­rung sehens­wert. Man sieht die Geschich­te und hört die Musik, statt stän­dig auf den näch­sten Trick zu war­ten.

    Dazu passt, dass das Libret­to ver­ständ­lich bleibt. Man folgt Tami­no als Suchen­dem, Pami­na zwi­schen Lie­be und Erkennt­nis und Papa­ge­no als erdi­gem Gegen­pol. Auf der ande­ren Sei­te ste­hen Köni­gin der Nacht und Sara­stro: Dun­kel­heit gegen Licht, Macht gegen Weis­heit. Eine zusätz­li­che Büh­nen­fi­gur setzt einen Akzent: Mozart selbst tritt auf und kom­men­tiert spie­le­risch den eige­nen Schaf­fens­pro­zess.

    Musi­ka­lisch trägt das Mozar­te­u­mor­che­ster Salz­burg den Abend unter der Lei­tung von Rober­to Gon­zá­lez-Mon­jas. Das Soli­sten­en­sem­ble ist pro­mi­nent besetzt, unter ande­rem mit Kath­ryn Lewek, Franz-Josef Selig, Emi­ly Pogo­relc und Magnus Diet­rich.

    Die­se «Zau­ber­flö­te» will nichts neu erfin­den. Sie zeigt, wie stark das Stück ist, wenn man es ernst nimmt und klar erzählt. Wer Oper mag, bekommt Sub­stanz. Wer sel­ten Oper schaut, fin­det einen guten Ein­stieg, weil Text und Geschich­te ver­ständ­lich blei­ben.

  • Ja — genau, die legen­dä­re japa­ni­sche Künst­le­rin mit den end­lo­sen Punk­ten, Spie­gel­räu­men und Kür­bis­sen ist aktu­ell in der Fon­da­ti­on Beye­ler in Rie­hen (Basel, Schweiz) mit einer umfas­sen­den Retro­spek­ti­ve ver­tre­ten.

    Was geht da ab

    • Die Aus­stel­lung läuft vom 12. Okto­ber 2025 bis zum 25. Janu­ar 2026. delartemag.com+3fondationbeyeler.ch+3fondationbeyeler.ch+3
    • Es ist die erste gros­se Retro­spek­ti­ve von Kusa­ma in der Schweiz — mit Wer­ken aus über sie­ben Jahr­zehn­ten ihres Schaf­fens.
    • Gezeigt wer­den: iko­ni­sche Wer­ke (z. B. Kür­bis­se, Punkt­e­instal­la­ti­on), frü­he Arbei­ten, eini­ge Stücke, die bis­lang noch nie in Euro­pa zu sehen waren, sowie neue Pro­duk­tio­nen inkl. einer ihrer berühm­ten „Infi­ni­ty Mir­ror Rooms“.

    Yay­oi Kusa­ma fas­zi­niert mich, weil sie seit Jahr­zehn­ten kon­se­quent das­sel­be The­ma neu erfin­det: Wahr­neh­mung, Wie­der­ho­lung und Selbst­auf­lö­sung im Raum. Ihre Arbei­ten sind radi­kal per­sön­lich und zugleich uni­ver­sell. Sie zeigt, wie man aus einer inne­ren Obses­si­on eine glo­ba­le visu­el­le Spra­che for­men kann – das ist pure Mar­ken- und Iden­ti­täts­kunst.

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    In einer Zeit, in der künst­li­che Intel­li­genz die Art des Den­kens, Pla­nens und Kom­mu­ni­zie­rens neu defi­niert, brau­che ich einen kla­ren Kom­pass: eine Hal­tung, die den tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt nicht zum Selbst­zweck wer­den lässt, son­dern zum Werk­zeug für ech­ten Dia­log zwi­schen Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen. Ich sehe KI nicht als Maschi­ne, son­dern als Part­ne­rin, die mei­ne krea­ti­ven Pro­zes­se erwei­tert, neue Per­spek­ti­ven öff­net und Ver­bin­dun­gen ver­tieft – solan­ge ich sie mit einem huma­ni­sti­schen Blick füh­re.

    Ich set­ze KI ein, um Men­schen zu errei­chen. Sie hilft mir, kom­ple­xe Inhal­te sicht­bar, ver­ständ­lich und erleb­bar zu machen. KI-gene­rier­te Ideen, Bil­der oder Tex­te sind für mich nie das End­pro­dukt, son­dern Roh­ma­te­ri­al – Impul­se, die ich kura­tie­re, inter­pre­tie­re und in Reso­nanz mit der Ziel­grup­pe gewich­te und über­set­ze.

    Die­ses Zusam­men­spiel von mei­ner Intui­ti­on, mei­nem Wis­sen und maschi­nel­ler Intel­li­genz eröff­net neue Spiel­räu­me. Inhal­te wer­den prä­zi­ser, Erzäh­lun­gen ein­drück­li­cher, Kom­mu­ni­ka­ti­on wir­kungs­vol­ler. Dabei bleibt mei­ne Autor­schaft unver­rück­bar im Zen­trum. Ich ent­schei­de, ich for­me, ich gebe Sinn.

    So ent­steht genau Kom­mu­ni­ka­ti­on die Mar­ken heu­te brau­chen. Kom­mu­ni­ka­ti­on, die tech­no­lo­gi­sche Mög­lich­kei­ten nutzt, ohne den mensch­li­chen Kern zu ver­lie­ren. Eine Brücke zwi­schen KI und Ziel­grup­pe, gebaut auf Klar­heit, Empa­thie und Ver­ant­wor­tung.

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    KI, die dich umstimmt – bes­ser als jeder Mensch?

    Kürz­lich ist ein soge­nann­tes Exten­ded Abstract auf­ge­taucht, das mich glei­cher­mas­sen fas­zi­niert wie irri­tiert. Es beschreibt ein Expe­ri­ment, bei dem KI syste­ma­tisch in Dis­kus­sio­nen auf Red­dit ein­ge­grif­fen hat – mit dem Ziel, Mei­nun­gen zu ver­än­dern. Und das Erschrecken­de: Die künst­lich gene­rier­ten Kom­men­ta­re waren bis zu sechs­mal über­zeu­gen­der als die von ech­ten Men­schen. Per­so­na­li­sier­te Tona­li­tät, freund­li­cher Stil, hohe Akzep­tanz in der Com­mu­ni­ty. Nie­mand bemerk­te, dass die Bei­trä­ge von einer Maschi­ne stamm­ten.

    Ich habe ähn­li­che Tests gemacht – nicht im Ver­bor­ge­nen, son­dern offen: in den Kom­men­tar­spal­ten der Ber­ner Zei­tung online oder bei SRF News. Mit einem GPT, das mei­ne Gedan­ken for­mu­liert. Und ich muss zuge­ben: Nüch­tern, respekt­voll, empa­thisch funk­tio­niert in den mei­sten Fäl­len bes­ser als mein gewohnt sar­ka­sti­scher Stil. Tou­ché. KI schlägt Zynis­mus.

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