Filme in ihre Farbpaletten zerlegt

Interessante Ausgangslage für ein gutes .

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Grading wird meiner Meinung nach massiv an Bedeutung gewinnen. Was sich in den letzten 10 Jahren im Fotobereich durchgesetzt hat, wird auch im Bewegtbild nicht mehr wegzudenken sein. Bis jetzt noch auf Spielfilm und teuren Werbeproduktionen beschränkt, wird ein genaues, emotional unterstützendes Grading, wohl seinen Weg auch in Alltagsproduktionen finden.

Genau so interessant wie einzelne Szenen sind natürlich dann ganze Filme.

 

SRF News: Weniger Fernsehkonsum – dafür mehr zeitversetzte Nutzung

Die tägliche TV-Ration quasi im freien Fall.

Innert Jahresfrist 9 Minuten weniger TV bei den 15 – 29 jährigen. Je nach Saison sind das 10 oder mehr Prozent. Und weil es eben eine Mischrechnung ist, dürfte das noch wesentlich schneller werden. Ich wette, innerhalb dieser Altersgruppe ist die Differenz zwischen 15 und 29 gigantisch. Maximal nochmal 15 Jahre, dann ist das Medium wohl tot, oder komplett neu erfunden.

http://www.srf.ch/news/p/weniger-fernsehkonsum-dafuer-mehr-zeitversetzte-nutzung?ns_source=srf_app

Nein, das SRF soll keine Quote bolzen!

Die Frage dazu steht heute in der Berner Zeitung. Meine Antwort darauf ist klar. Nein, Quoten sind für das  weder überlebenswichtig noch nötig. Im Gegenteil, der Verzicht auf Quoten ist wahrscheinlich der einzige Weg, wie sich gebührenfinanzierte Sender in Zukunft eine neue Existenzberechtigung erarbeiten und einen Markt erhalten können.

Ich würde unseren Kunden jedenfalls auch ohne Quotenknüller empfehlen, ihre Werbung auf SRF zu platzieren. Umso mehr, je spezieller die Formate und damit die Zielgruppen sind. «Alle» ansprechen kann man billig auf den quotenbolzenden Privatsendern, solange es sie noch gibt, und allen Onlineplattformen.

Spezifische und spezielle Zielgruppen ansprechen zu können, ist viel wert.

Diese speziellen und kleinen Zielgruppen verlangen aber nach sorgfältig produzierten Formaten. Je kleiner die Zielgruppe, desto genauer muss man sie kennen und desto präziser muss man arbeiten. Eine Kompetenz, die das SRF hoffentlich noch besitzt, sich aber auf jeden Fall schnell wieder aneignen könnte. Die Alternative sind Amateurproduktionen oder unterfinanzierte – und dadurch unweigerlich schlechtere – Kamikaze-Produktionen, die dann auf Videoplattformen ihr mehr oder weniger unrentables Google-Adwords-Werbedasein fristen.

Hilfe für die angeschlagene Filmbranche

Die Produktion kleiner Sendungen, die vom Inhalt leben und nicht von der vermeindlich «geilen Idee», ist zeit- und personalintensiv. Da muss Fachwissen mit Produktions-know-how verbunden werden. Eine Kompetenz die in der Schweiz (das Land der Dokfilmer) zweifellos vorhanden ist. Damit würde auch die Situation für Journalistinnen und Journalisten, Realisatorinnen und Realisatoren, Kameramänner (und -frauen) und andere Filmschaffende wieder besser. Denn sie sind es, die eben genau diese Kompetenzen mitbringen. Statt Tantiemen und Gagen an – zumeist ausländische – Erfinder von Formaten, Rechteinhaber und teure Darsteller zu zahlen, kämen die Gebühren der Schweizer Branche zugute. Das täte wesentlich weniger weh und dem Bruttosozialprodukt gut.

Die Werbeeinnahmen würden nicht sinken sondern steigen

 wird immer billiger – neue Kanäle und zunehmende Konkurrenz sorgen automatisch dafür. In einem preisgetriebenen Markt kann man aber auf die Dauer nur verlieren. Entweder Geld oder Qualität, was auch wieder zu Verlusten führt. In solchen Märkten gibt es nur einen Ausweg: Ausstieg. In der Werbung ist Streuverlust der grösste Kostenfaktor. Wenn die richtige Werbung den falschen Konsumenten gezeigt wird ist das pure Geldverschwendung. Kleinere Zielgruppen mit viel kleineren Streuverlusten sind viel mehr wert, weil sie immer noch viel billiger sind als grosse Massen mit viel Streuverlust. Der Preis der teuersten Sekunden würde sicher deutlich fallen, aber der durchschnittliche Sekundenpreis würde Bestand haben oder sogar steigen. Voraussetzung dafür ist aber, dass die gebührenfinanzierten Sender auch ihre zeitversetzten Angebote mit Werbung finanzieren dürften.

Werbung muss mitziehen

Als Werbefilmemacher ist man dann aber auch gefordert. Der  der Zukunft muss sich an viel kleinere und präziser definierte Zielgruppen richten. Wahrscheinlich braucht es vom gleichen Spot viele verschiedene Varianten, die spezifisch die Bedürfnisse der Zielgruppe aufgreifen und das beworbene Produkt in diesem Kontext erklären. Auch das braucht etwas mehr Hirnschmalz als heute für den durchschnittlichen TV-Spot aufgewendet wird – aber auch das können wir schaffen. Schliesslich funktionieren Youtube-Kampagnen bereits heute nicht anders.

Ein Fernsehen für die Masse ohne Massenformate

Der kleinste gemeinsame Nenner bei TV-Formaten ist erwiesenermassen sehr klein und dünn. Was allen (oder möglichst vielen) ein bisschen gefällt ist hohl und unbefriedigend. Ein Programm, das alle zahlen, soll aber für möglichst alle befriedigend und reich sein. Offensichtlich ist das aber nicht mit einem Format möglich. Deshalb kommt nur ein gebührenfinanziertes Fernsehen in Frage, das möglichst alle befriedigt, aber nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. In Zeiten von Harddiscrecording, Onlineauswertung und Replayfunktion ist es nämlich keine Frage mehr, wann die Inhalte gesendet werden, sondern nur ob sie vorhanden sind oder nicht.

 

Das neue Materialsystem in Cinema 4D

 

Mit dem neuen Materialsystem von Cinema 4D wird vieles einfacher und schöner. Hier habe ich beispielsweise eine Textur aus zwei Schichten gemacht. Basis ist eine grüne Farbe, die nicht reflektiert. Darüber kommt eine Schicht Klarlack mit einigen Kratzern. Kombiniert mit dem realistischen Rendering des physikalischen Renderers eine schöne Lösung.

Canon kündigt $33K 17-120mm ENG Optik an

Sehr nette Optik, die da auf uns zukommen soll. Canon Zoom 17mm – 200mm mit ENG Motorzoom. Die würde sich bestimmt gut an der C300 machen. Leider etwas teuer (wenn auch im Vergleich zu andern gar nicht so) immerhin 33’000 $ sind dann gut das doppelte der Kamera. Dennoch, man soll in Optik investieren und nicht in Kameras. Optik bleibt, Kameras sind ja schon fast Wegwerfware.

News Shooter | Canon announce $33K US 17-120mm ENG style servo lens for large sensor cameras.

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iCloud bitte nicht als Standard-Speicherort

Seit Mountain-Lion speichert Apple die iWorks-Dokumente standardmässig in der iCloud. Das mag für die einen sinnvoll und gut sein, mir passt das gar nicht. Erstens trau ich der Wolke wenig, zweitens kann ich bei meinem Dateiausstoss nicht mit einer unorganisierten Wolke leben, da finde ich einfach mein Zeug nicht mehr. Damit iWorks das nicht mehr automatisch tut, und die iCloud auch nicht mehr als erstes Ziel anbietet kann man zum Glück etwas tun.  „iCloud bitte nicht als Standard-Speicherort“ weiterlesen

Bitte Canon, macht endlich hinne!

Am 25. Juli ist Mountain Lion erschienen. Seither funktioniert das XF Plugin von Canon nicht mehr auf dem aktuellen Betriebssystem von Apple. Nur zur Information für alle, die nicht täglich mit Videoschnitt und Kameras zu tun haben: ohne das Ding können keine Aufnahmen in den Rechner geladen und geschnitten werden. Das ist also ungefähr so wie wenn der Tankstellenrüssel plötzlich nicht mehr in den Tankstutzen passen würde. Teure Karren (Rechner, Kamera) stehen still weil sie einfach nicht mehr zusammen funktionieren.

Canon scheint das relativ egal zu sein. Auch knapp 3 Monate nach der Veröffentlichung von OSX 10.8 (da sind schon zwei Updates drüber zu 10.8.2) ist das Plugin nicht aktualisiert.

C’mon Canon! Das kann man machen, wenn es um Kameras geht, die im besten Fall zwei Mal pro Jahr ein paar Ferienszenen aufnehmen. Hier geht es um professionelles Equipment zum Preis eines Kleinwagens.

Interessantes Produktvideo für Lyris ONE

 

Schweizer Fernsehen bringt sich in Position

Das Schweizer Fernsehen darf also immer noch keine Online-Werbung schalten. Das hat der Bundesrat entschieden (Meldung SF 14.9.2012). Dafür ist im publizistischen Bereich etwas mehr Spielraum hinzugekommen. Beiträge dürfen nun auch schon auf der Webseite publiziert werden, bevor sie im Fernsehen zu sehen waren. Offenbar bedeutet das auch, dass Inhalte, die gar nie für den Sender aufbereitet wurden, publiziert werden können. Aktuelles Beispiel ist die Berichterstattung zum Fall Mörgeli vs. Universität Zürich. Da ist die lange Version des Interviews mit Herr Mörgeli auf der Webseite zu sehen. Nicht dass man da viel Neues erfahren würde, aber wie immer ist das nicht verwendete Material aufschlussreich, weil aus der Differenz zwischen gesendetem und aufgenommenem Material Rückschlüsse gezogen werden können. Noch interessanter wird es werden, wenn SF dazu übergeht, das gesamte, aufgenommene Material so zu publizieren. Dann werden wir Einblicke erhalten, die wir bisher nicht bekamen. Damit wird die Webseite natürlich noch wesentlich attraktiver und damit kann sie sich in die perfekte Ausgangsposition bringen für den Moment, wenn Onlinewerbung dann doch auch für SF.tv erlaubt sein wird.

Below-the-line oder?

Fragt sich, wer das versteht. Zielgruppe erreicht oder «nur» die Überzeugten bestärkt? Below-the-line im öffentlichen Raum ist halt immer eine Gratwanderung. Aber grundsätzlich befürworte ich ja den vermehrten Einsatz von Wort in der Kommunikation. Es kann einfach nicht alles mit einem Bild gesagt werden.

Blackmagic Cinema Camera

Philip Bloom erklärt über 45 Minuten ziemlich genau, warum ich diese Kamera nicht kaufen werde. Thanks a lot, Phil, you did this review, so i dont have to!

  • Zu wenig komplett – bis man damit arbeiten kann investiert man mindestens noch 5000 CHF
  • Formfaktor, sieht nicht nur doof aus, ist auch nicht zu halten
  • Crop-Sensor (Crap-Sensor) 2.3 x längere Brennweite als Vollformat
  • Eingebaute Batterie, die sich nicht wechseln lässt
  • Keine Phantomspeisung der Mikrofonie
Finger weg von diesem Ding.

Digital Heaven bringt den: Pro Player – ich weiss ja nicht

Digital Heaven lanciert einen neuen Player für den Mac. Er soll angeblich die hinterlassene Lücke von Quicktime 7 stopfen. Leider kann man das Programm nicht ausprobieren. Und copy and past scheint es auch nicht zu können. Dafür grosse Timecode-Einblender.

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  • Mit JKL kann man scrollen
  • Alle Metadaten zum Video und Ton sind sichtbar
  • In- und Out-Punkte können gesetzt werden und für’s Abspielen genutzt werden
  • Alpha-Kanäle werden angezeig

Wem das reicht kann jetzt für $19.90 zuschlagen. Ab nächster Woche dann 29.90.

Ich werd’s mir wohl verkneifen. Wer so was ohne Demo lanciert ist selber schuld. 

Olé

Sauza Tequila – Make it with a Fireman

Genau absurd genug – charmant genug – schräg genug.